Brände im Süden Ecuadors vernichten über 1300 Hektar Wald

Die Feuerwehr in Loja bekämpft den Brand. Foto: Desinformémonos/Twitter

(Mexiko-Stadt, 11. September 2019, desinformémonos/poonal).- Im Bezirk Quilanga in der Provinz Loja im Süden Ecadors wütet seit Ende August ein Waldbrand, der bis zum 10. September bereits 1.386 Hektar Wald vernichtet hat. Aus diesem Grund entschied die dortige Zivilschutzbehörde Anfang September, den Notstand auszurufen. Im hochgelegenen Santa Rosa im Bezirk San Antonio de Las Aradas sowie in Quebrada Collingora im Bezirk Fundochamba gebe es weiterhin aktive Brandherde, teilte die Zivilschutzbehörde (Secretaría de Gestión de Riesgos) am 10. September mit. Nach Angaben der Behörden konnten die Brände noch nicht vollständig gelöscht werden, sind nun aber unter Kontrolle.

An den Löscharbeiten beteiligen sich Feuerwehrleute aus Loja, Cuenca, Macará und Quilanga. Unterstützung erhalten sie vom ecuatorianischen Militär. Zwischen dem 8. und dem 10. September wurden 13 Hubschrauberladungen mit Löschwasser über den Brandherden verteilt. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden wurden etwa 60 Personen aus dem Bezirk San Antonio de las Aradas im Kanton Quilanga evakuiert. Auf Anordnung des Bildungsministeriums blieben die Schulen des Kantons am 9. September geschlossen.

Brände vorsätzlich gelegt

Die Brände seien gelegt worden, um mehr Weideland und neue Flächen für die Landwirtschaft zu gewinnen, so Patricio Zhapa, Leiter der Feuerwehr in Loja, bei der am selben Tag abgehaltenen Pressekonferenz. Der starke Wind in der Gegend behindere zusätzlich die Löscharbeiten, ergänzte der Sprecher der Zivilschutzbehörde Raúl Ponce.

Die Brandherde weiteten sich soweit aus, dass mehrere Anwohner*innen aufgefordert wurden, ihr Vieh in Sicherheit zu bringen. Erst Ende August waren innerhalb von einer Woche 80 Hektar Wald im geobotanischen Naturreservat der Vulkanlandschaft Pululahua in der Provinz Pichincha durch Brände vernichtet worden. Die für Ecuador typische sommerliche Dürreperiode begünstigt die Ausbreitung der Brände, die zum größten Teil vorsätzlich von Menschen gelegt wurden.

Insgesamt sind in Ecuador seit Juli 13.627 Hektar Wald und Grasland bei 1.279 Bränden vernichtet worden. Das teilte die Vorsitzende der Zivilschutzbehörde, Alexandra Ocles, am 13. September mit.

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