US-Sicherheitsberater John Bolton: „5.000 Soldaten nach Kolumbien“

John Bolton
Sieht aus wie Thilo Sarrazin, steht aber noch weiter rechts: Der Nationale Sicherheitsberater und US-Hardliner John Bolton. Foto: Prensa Latina

(Bogotá, 28. Januar 2019, prensa latina/democracy now/poonal).- Eine Notiz auf dem Block des Nationalen Sicherheitsberaters der USA, John Bolton, hat in lokalen Medien für Aufsehen gesorgt. Bolton, der als einer der Strippenzieher hinter dem Vorgehen der USA gegen Venezuela gilt, hielt ein Heft in der Hand, auf dem die Notiz zu lesen war: „5.000 Soldaten nach Kolumbien“.

Offensichtlich aus Versehen hatte der Nationale Sicherheitsberater von Donald Trump das Heft mit der Notiz offen gelassen, als er am 28. Januar auf der Pressekonferenz im Weißen Haus zusätzliche Sanktionen gegen die staatliche venezolanische Erdölgesellschaft Pdvsa ankündigte. Der US-Nachrichtensender NBC twitterte, Bolton sei während der Pressekonferenz auf die Notiz angesprochen worden und habe darauf geantwortet: „Wie der Präsident gesagt hat, liegen alle Optionen auf dem Tisch“.

Wenn die USA betonten, „alle Optionen“ bezüglich Venezuela lägen auf dem Tisch, wovon handele dann die Notiz von Bolton, fragte daraufhin die kolumbianische Tageszeitung El Espectador. Und Radio Caracol Nacional spekulierte, ob John Bolton vorhabe, 5.000 Soldaten nach Kolumbien zu schicken.

Reale Drohung oder Strategie?

Die kolumbianische Regierung sah sich schließlich gezwungen, eine Erklärung in Bezug auf die Notiz Boltons abzugeben: „Der Grund dieser Notiz ist uns unbekannt“, betonte Außenminister Carlos Holmes Trujillo. Er fügte jedoch hinzu, dass Kolumbien in allen Belangen von gemeinsamen Interesse in ständigem Kontakt mit den USA stehe.

Da bekannt ist, dass die Regierungen Kolumbiens und der USA eine gemeinsame Position bezüglich der Ereignisse in Venezuela, sorgte zudem die Nachricht für Aufsehen, dass sich der Oberkommandierende des Südkommandos der Vereinigten Staaten, Admiral Craig Faller, zu Besuch bei den Streitkräften in Kolumbien angekündigt hat. Er werde sich mit der neuen Militärführung und der Polizei über die Situation an den Grenzen austauschen, berichteten mehrere Medien.

Derweil hat der venezolanische Oppositionsführer Juan Guiadó zu weiteren Protesten in Venezuela aufgerufen. Am 27. Januar erklärte er gegenüber der Washington Post, er stehe in Verhandlungen mit Vertretern des venezolanischen Militärs, um Präsident Maduro zu entmachten. Zudem stehe er in wiederholtem Kontakt zu US-Präsident Trump.

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