Umweltaktivistin auf offener Straße erschossen

Die Umweltaktivistin Diana Isabel Hernández wurde am 7. September in Guatemala erschossen. Foto: Agenciadenoticias

(Guatemala-Stadt, 12. September 2019, agenciadenoticias).- Diana Isabel Hernández wurde am 7. September gegen 19:30 in Guatemala von Unbekannten erschossen. Die Lehrerin, Menschenrechtlerin und Umweltaktivistin nahm gerade an einer Prozession in ihrer Gemeinde Monte Gloria in Santo Domingo Suchitepéquez teil, als die tödlichen Schüsse auf sie abgefeuert wurden. Die Täter entkamen unerkannt in einem Auto.

Hernández war Koordinatorin der kirchlichen Umweltinitiative in der Gemeinde Nuestra Señora de Guadalupe, wo sie sich für Umweltschutz und die Pflege natürlicher Ressourcen einsetzte. Sie hatte die Gründung von Baumschulen und Familiengärten unterstützt und Wiederaufforstungsprojekte und Müllsammelaktionen in Grünflächen angestoßen.

Ihre Mitstreiterinnen in der Initiative IM-Defensoras und der Vernetzung der Menschenrechtsaktivistinnen in Guatemala haben in einer Erklärung dieses Verbrechen verurteilt und der Familie und den Freund*innen von Diana Isabel Hernández ihre Solidarität ausgedrückt. Sie fordern den Staat Guatemala auf, eine schnelle und gründliche Untersuchung des Falls einzuleiten, damit das Verbrechen aufgeklärt wird und die Täter bestraft werden. Sie erinnern zudem daran, dass es zu den Pflichten des Staates gehört, den Schutz von Menschenrechtsaktivist*innen zu gewährleisten und ihre Arbeit zu ermöglichen.

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