Fokus Menschenrechte 2016


Mexiko

Wir wollen leben – Vom Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Mexiko

Von Katja Fritsche. (Mexiko-Stadt , 09. Januar 2017, npl).- Am 25. November 2016 wurde weltweit der Internationale Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen begangen. So auch in Mexiko. Alle dreieinhalb Stunden wird dort eine Frau ermordet. 2.000 sind es jedes Jahr – Tendenz steigend. Die Täter sind in der überwiegenden Mehrheit nahe Bekannte oder Familienangehörige. In den allerwenigsten Fällen werden sie für ihre Tat zur Rechenschaft gezogen. […]


Chile Ecuador

Die Natur ist nicht stumm

Von Nils Brock. (Santiago de Chile, 25. Dezember 2016, npl).- „5. Juni. Die Natur ist nicht stumm. Die Wirklichkeit malt naturalezas muertas, Stillleben. Katastrophen werden Naturkatastrophen genannt, ganz so als ob die Natur der Henker und nicht das Opfer wäre.“ So beginnt eine Kalendergeschichte, die der uruguayische Autor Eduardo Galeano dem Weltumwelttag widmete. Dieser sei zugleich „ein guter Tag, die neue Verfassung eines Landes namens Ecuador zu feiern, das im Jahr 2008 zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte die Natur als Quell und Träger besonderer Rechte anerkannte.“ […]


Mexiko

Verstrickungen: Die Aneignung der fremden Luft   vor kurzem aktualisiert!

Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 2. Dezember 2016, la jornada-poonal).- Die Skandale wegen der Plünderung indigener und bäuerlicher Territorien als Ergebnis von Energie- und Extraktivismus-Vorhaben, Megaprojekten, Gewalt, organisiertem Verbrechen oder ungezügelter Urbanisierung überdecken den lautlosen grünen Raub, der diese Territorien und ihre Besitzer*innen ebenfalls bedroht. […]


Brasilien Deutschland

David gegen Goliath: Vom Kampf brasilianischer Chemiearbeiter*innen

Von Jessica Zeller. (Berlin, 18. Dezember 2016, npl). Eine kleine brasilianische Chemiegewerkschaft hat es geschafft, zwei transnationale Konzerne – Shell und BASF – zu einer beispiellosen Vereinbarung zu verpflichten: Individuelle Entschädigung für rund 500 Betroffene und ihre Kinder sowie ein Fonds für Projekte zur Behandlung von Berufskrankheiten. Wie dieser Erfolg gelang, darüber berichteten eine brasilianische Gewerkschafterin und ein ehemaliger Arbeiter, die im November 2016 in Berlin und anderen deutschen Städten zu Gast waren. […]


Kolumbien

Worin bestehen die Änderungen im neuen Friedensvertrag von Kolumbien?   vor kurzem aktualisiert!

(Caracas/Bogotá, 14. November 2016, telesur-poonal).- Die Delegationen der kolumbianischen Regierung und der Guerilla-Organisation FARC-EP (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) unterzeichneten einen neuen Friedensvertrag, nachdem die erste Fassung beim Plebiszit am 2. Oktober nicht angenommen worden war. Das neue Dokument wurde von beiden Seiten als „Vertrag der Hoffnung“ bezeichnet, da dieser nach den Widerständen gegen die erste Version nun Vorschläge von verschiedenen Sektoren des Landes enthält.  […]


Mexiko USA

Der amerikanische Traum ist aus.   vor kurzem aktualisiert!

Von Lydia Cacho. (Mexiko-Stadt, 14. November 2016, cimac).- Der Wahlsieg Trumps, so brüchig sein Triumph aufgrund seiner trägen Unwissenheit auch sein mag, so sehr er auch für das Weltbild eines frauenfeindlichen, rassistischen Unternehmers im Kapitalismus eintritt, der sich allen Grundideen des Menschenrechts, der Gleichheit und der Demokratie entgegenstellt – dieser Wahlsieg hat nach meinem Dafürhalten auch sein Gutes: Er hat die Gesellschaft aus ihrem Schlaf der Gerechten gerissen. Oder, wie einige US-amerikanische Sozialanthropologen bemerkten: “The American dream is over, we have awaken” – Der amerikanische Traum ist aus. Wir sind aufgewacht. […]


Mexiko

Die neuen Bildungszentren

Von Luis Hernández Navarro. (Mexiko-Stadt, 22. November 2016, la jornada-poonal).- Unter dem Vorwand, die Bildung auf dem Land verbessern zu wollen, befindet sich eine Art neue „Indigenen-Verbringung“ auf dem Weg. Nebenbei soll eine der wichtigsten pädagogischen Erfahrungen in Mexiko beseitigt werden. Auf dem Gipfel für Soziale Mobilität verkündete Bildungsminister Aurelio Nuño den neuen Unsinn: Ein Programm, um 100.000 Schulen in Bildungszentren zusammenzufassen. Hunderttausende Schüler*innen aus Vor-, Grund- und Sekundarschulen sollen demnach aus ihren Gemeinden in Schulzentren mit Ganztagsschulen verfrachtet werden, um dort zu lernen. […]


Lateinamerika

Die Menschenrechtsarbeit der CIDH bleibt unterfinanziert

Von Erika Harzer. (Berlin, 01. Dezember 2016, npl).- Egal, ob sich die Bewohner*innen des amerikanischen Kontinents direkt für Menschenrechte einsetzen, sich für Frauenrechte oder Rechte unterschiedlicher Minderheiten, für Umweltschutz oder gegen den Ausverkauf ihrer natürlichen Ressourcen stark machen, die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) als schützende Anlaufstelle bei Repression und Menschenrechtsverletzungen ist für alle dort lebenden Menschen fundamental wichtig. Doch im Jahr 2016 war die Fortsetzung der Arbeit der CIDH aufgrund fehlender Mittel stark gefährdet. Erst Ende September konnte der CIDH-Präsident James Cavallaro Entwarnung geben. […]