Abtreibung


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in Lateinamerika war in den letzten Wochen mal wieder einiges los. Zunächst präsentieren wir euch eine positive Nachricht: Am 14 Juni wurde vom argentinischen Parlament endlich die Legalisierung der Abtreibung beschlossen. Wir haben dazu ein paar Fakten zusammen gestellt. Danach geht es nach Nicaragua. Die anhaltende Repression im Land sorgt zunehmend auch für Gegengewalt, die Zahl der Toten seit dem 18. April ist bereits auf 200 gestiegen. Die Lage ist unübersichtlich, die Desinformation überall. Wir versuchen trotzdem, euch einen Überblick zu verschaffen. Und in Kolumbien hat es wieder nicht gereicht: 42 Prozent für den linken Präsidentschaftskandidaten Petro waren nicht genug. Iván Duque, Vertreter des konservativen Establishments und Ziehsohn von Hardliner Uribe, wird der nächste Präsident. Das bedeutet für den Friedensprozess nichts Gutes; allerdings war vom Frieden in vielen Provinzen eh nicht viel zu spüren. Bereits vor den Wahlen haben wir darüber mit zwei Aktivist*innen aus der kolumbianischen Provinz Bolívar gesprochen. […]


Argentinien
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Von außen: Geschafft! Tausende Aktivist*innen feiern die Legalisierung der Abtreibung

Aktivist*innen für die Legalisierung der Abtreibung zittern vor dem Kongress – vor Anspannung und Kälte. Nach über 20 Stunden Debatte steht das Ergebnis fest: Mit knapper Mehrheit veraschiedet das Abgeordnetenhaus des Gesetzesentwurf zum Freiwilligen Abbruch der Schwangerschaft. Jetzt geht der Entwurf zum Senat. […]


Argentinien
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Von innen: Knappe Mehrheit der Abgeordneten stimmt für die Entkriminalisierung der Abtreibung

Polit-Krimi in Buenos Aires: Nach über 20 Stunden Debatte hat das Abgeordnetenhaus mit knapper Mehrheit für die Entkriminalisierung der Abtreibung gestimmt. 129 Abgeordnete stimmten dafür, 125 dagegen und eine Abgeordnete enthielt sich.  […]


Argentinien
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Debatte zur Legalisierung von Abtreibung im Abgeordnetenhaus

Die Anhörungen sind abgeschlossen. Nun wird am 13. Juni 2018 im argentinischen Nationalkongress über die Legalisierung von Abtreibung debattiert. Die Chancen stehen gut, dass Frauen nun endlich selbst über ihren Körper bestimmen können.  […]


Kundgebung
Brasilien
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Kommission beschließt Vorschlag zur Verschärfung des Abtreibungsgesetzes

Eine Sonderkommission des Abgeordnetenhauses hat am 9. November einem Vorschlag zur Verfassungsänderung zugestimmt, demzufolge Schwangerschaftsabbrüche selbst nach einer Vergewaltigung unter Strafe gestellt werden sollen (PEC 181). In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Kommission aus 18 Männern und einer Frau bestand. Die 18 männlichen Mitglieder stimmten für die Gesetzesverschärfung, das weibliche Mitglied dagegen. […]


Bischöfe
Dominikanische Republik
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Sieg der Doppelmoral: Abtreibung bleibt absolut verboten

Der Senat der Dominikanischen Republik hat sich am 31. Mai gegen die Entkriminalisierung der Abtreibung in dem Karibikstaat entschieden. Die Abstimmung war Teil einer Reform des dominikanischen Strafrechts. Das Strafrecht des Landes sieht bis zu drei Jahren Gefängnisstrafe für Frauen vor, die sich einer Abtreibung unterziehen. Zudem ordnet das Gesetz eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren für Ärzte und anderes Gesundheitspersonal an, das eine Abtreibung durchführt. […]


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Brasilien Guatemala Honduras Mexiko

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Am vergangenen Samstag, den 25. Februar, mussten Aktivistinnen von Women on Waves, die für das Recht auf sichere Abtreibung eintreten, einen Hafen in Guatemala verlassen. Ihr hört dazu einen kurzen Beitrag. Vor einem Jahr, am 3. März 2016, wurde in Honduras die Umweltaktivistin Berta Cáceres ermordet – wir kündigen die Veranstaltung an und erinnern an diese mutige Frau. Auch für unseren nächsten Beitrag bleiben wir  […]


Brasilien
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Abgeordnetenhaus will Entkriminalisierung der Abtreibung rückgängig machen

Gerade einmal sechs Stunden waren vergangen, seit der Oberste Gerichtshof entschieden hat, dass Abtreibung bis zum dritten Schwangerschaftsmonat straffrei sein soll – da hat das von konservativen Parteien dominierte Abgeordnetenhaus Brasiliens bereits seine Absicht ankündigt, die Auswirkungen des Urteils rückgängig machen zu wollen. Gedrängt von der evangelikalen Fraktion, informierte der Präsident der Abgeordnetenkammer und Mitglied der Regierungspartei, Rodrigo Maja, am frühen Morgen des 30. Novembers 2016 darüber, dass eine Sonderkommission gebildet werden würde, um die Gerichtsentscheidung zu analysieren und um diese dann „zu bestätigen oder zu berichtigen“. […]


Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Wir wollen leben – Vom Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Mexiko

Von Katja Fritsche. (Mexiko-Stadt , 09. Januar 2017, npl).- Am 25. November 2016 wurde weltweit der Internationale Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen begangen. So auch in Mexiko. Alle dreieinhalb Stunden wird dort eine Frau ermordet. 2.000 sind es jedes Jahr – Tendenz steigend. Die Täter sind in der überwiegenden Mehrheit nahe Bekannte oder Familienangehörige. In den allerwenigsten Fällen werden sie für ihre Tat zur Rechenschaft gezogen. […]


republica dominicana anistiainternacional. Foto: Adital
Dominikanische Republik

Gericht verhindert Entkriminalisierung der Abtreibung

(Fortaleza, 23. Dezember 2015, adital).- Nach der Annullierung der Strafrechtsreform bleibt der Schwangerschaftsabbruch in der Dominikanischen Republik auch weiterhin uneingeschränkt eine Straftat. Nach Daten verschiedener Gesundheitsorganisationen werden im Land jedes Jahr heimlich 85.000 Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen. Ungefähr 15.000 Frauen suchen mit schweren gesundheitlichen Beschwerden öffentliche Krankenhäuser auf, nachdem sie sich einer illegalen Abtreibung unterzogen haben.  […]


Foto: Paola Reyes
Honduras
Fokus: Menschenrechte 2015

Frauen in Honduras: Zwischen häuslicher und staatlicher Gewalt 1

von Jutta Blume (Berlin, 09. Dezember 2015, npl).- Nach Angaben der UNO ist Honduras das Land mit der höchsten Frauenmordrate der Welt. Damit hat es Mexiko und Guatemala diesen traurigen Rang abgelaufen. Sieben von zehn honduranischen Frauen haben in ihrem Leben schon am eigenen Leib Gewalt erfahren. Frauen erleben Gewalt dabei sowohl im privaten Umfeld wie auch von Seiten des Staats, der ihre Rechte immer weiter einschränkt, wobei sich die Situation seit dem Putsch 2009 fortwährend verschlechtert hat. Hinter einem Teil der Frauenmorde vermuten Feministinnen politische Motive. […]