Argentinien

Zehntausende gegen den Feminizid


Die größte Kundgebung fand in Buenos Aires vor dem Kongressgebäude statt. Teilnehmende waren Überlebende der geschlechtsbezogenen Gewalt, sowie Freund*innen und Familienangehörige. Die Kampagne #NiUnaMenos ist im März dieses Jahres ins Leben gerufen worden, nachdem die 19-jährige Daiana García tot in einem Sack unter einer Brücke aufgefunden worden war. Sie war von dem 38-jährigen Juan Manuel Fígola ermordet worden, der sie als seine Freundin bezeichnet hatte und sich nach dem Mord vor einen Zug warf.

Demonstrationen auch in Chile und Uruguay

Unter demselben Motto fanden sowohl in Chile, als auch in Montevideo und anderen uruguayischen Städten Demonstrationen statt. Tausende Frauen, Männer und Kinder protestierten dort ebenfalls gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Feminizide. Sie trugen Plakate und Transparente, die den Feminizid in Uruguay anprangerten. Dort sind in diesem Jahr bereits 21 Frauen ermordet worden.

CC BY-SA 4.0 Zehntausende gegen den Feminizid von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Das könnte dich auch interessieren

Eine Beteiligte am Tod von 41 Mädchen freigesprochen Von David Toro Richter Carlos Guerra in Guatemala-Stadt. Foto: Desinformémonos (Guatemala-Stadt, 17. August 2017, desinformémonos).- Mehr als fünf Monate nach dem verheerenden Brand in einem staatlichen Kinder- und Jugendheim in Guatemala-Stadt, bei dem 41 Mädchen starben, herrscht in dem Fall noch immer Straflosigkeit. Das Feuer in dem Heim Virgen de la Asunción, bei dem die 41 Mädchen starben, war kein Unfall. Sie starben durch ein Feuer, das nicht gelöscht werden so...
Fall Valeria: Rettungssystem für Vermisste ineffizient Fall Valeria: Haben die Behörden versagt? Foto: Desinformémonos (Mexiko-Stadt, 15. Juni 2017, desinformémonos/poonal).- Am 9. Juni wurde die erst elfjährige Valeria die in einem Kleinbus des öffentlichen Nahverkehrs in der Stadt Nezahualcóyotl im Bundesstaat Mexiko entführt, vergewaltigt und ermordet. Der 42-jährige mutmaßliche Täter wurde einen Tag später verhaftet. Die brutale Tat erregte großes Aufsehen. "Der Fall von Valeria zeigt einmal mehr die negativen Auswirkunge...
697 Jahre Haft Frauenrechtlerinnen nennen Urteil eine historische Entscheidung Frauenrechtlerinnen sprachen nach dem Urteil, das am Dienstag (Ortszeit) in der Stadt fiel, von einer historischen Entscheidung. Zwar sei es nicht das erste Mal, dass jemand für die Frauenmorde verurteilt werde, erklärte Imelda Marrufo vom „Red Mesa de Mujeres“ – Netzwerk „Tisch der Frauen“. Aber bislang habe es sich um Einzelfälle gehandelt, die Strafen seien viel niedriger ausgefallen. Außerdem seien erstmals O...
Mehr Gewalt und weniger Zufluchtsorte in Nicaragua Gesetzesänderung erschwert Frauen das Anzeigen von Gewalt Im vergangenen Jahr wurden zehn Feminizide gemeldet, in diesem Jahr 2015 wurden im selben Zeitraum sechs Fälle registriert, wovon fünf in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua verübt wurden und einer an der karibischen Küste. Vier der ermordeten Frauen waren jünger als 30 Jahre. Die Aktivistinnen führen eine Dauerkampagne gegen sexualisierte Gewalt und unterstützen Frauen bei Gerichtsprozessen, indem sie die Behörden...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.