Mexiko

Wixárika in Jalisco kämpfen für ihre Ländereien


(Mexiko-Stadt, 7. Mai 2018, desinformémonos).- Seit Ende April blockieren die Wixárika, Indigene aus dem Bundesstaat Jalisco im Norden Mexikos, mit vier Kontrollposten die Zufahrtsstraßen zu den Gemeinden San Sebastián Teponahuaxtlán und Tuxpan de Bolaños. Mit dieser Aktion wollen sie die Durchführung von Bundes- und Regionalwahlen so lange auf ihrem Gebiet verhindern, bis die mexikanische Regierung ihr Versprechen erfüllt und ihnen 10.000 Hektar Land zurück gibt, das momentan von Viehzüchtern aus Huajimic im angrenzenden Bundesstaat Nayarit besetzt wird.

Forderung nach Rückgabe von Land

Der Kampf um die Rückgabe ihrer Ländereien dauert nun schon Jahrzehnte. Zwischen 2001 und 2005 erhielten sie 28.000 Hektar Land zurück, das von den Mestiz*innen aus Huajimic und Puente de Comatlán besetzt worden war. Seit dieser Zeit sind viele soziale Kämpfe und eine enorme juristische Schlachten entbrannt. Es hat sie alles viel gekostet, sogar das Leben.

Die Wixárika haben all diese Jahre gewaltfrei gehandelt, auch bei dieser letzten Aktion, bei der sie den Mitgliedern der Wahlbehörde und den Kandidat*innen aller politischen Parteien den Zutritt zu ihren Gemeinden verweigert haben. Die Viehzüchter aus dem Bundesstaat Nayarit verlangen vom Staat eine Entschädigung für die Ländereien, bevor sie diese zurückgeben, doch die Agrarbehörde gibt vor, kein Geld hierfür zu haben. Deshalb haben sich die Wixárika für dieses Druckmittel entschieden.

Gewaltfreie Aktionen trotz Repressionen

Kandidat*innen der politischen Parteien, Werbematerial und Mitglieder der Wahlbehörden können die Kontrollposten Mesa del Tirador, Cerro de La Puerta, Crucero Miguelón und Crucero de Pacheco nicht überwinden, da sie mit Sandsäcken, Absperrbändern und Schlössern versperrt sind. Ihnen wird somit der Zugang zu den Ortschaften wie Mezquitic und Bolaños verwehrt.

Außer der Blockade haben sich die Wixárika entschieden, Staatspräsident Enrique Peña Nieto zu einem Treffen am 9. Mai nach Tuxpan de Bolaño einzuladen, um eine Lösung für den Konflikt zu suchen. Damit solle die Gefahr einer gewaltsamen Konfrontation vermieden werden, zu der es kommen könnte, da die Indigenen und ihre Anwält*innen beim Versuch der Umsetzung der Entscheidungen der Agrarbehörde Todesdrohungen, Blockaden und unrechtmäßige Festnahmen erlitten hätten.

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