Honduras

Weiterer Aktivist von COPINH ermordet


Foto: Adital

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(Tegucigalpa, 16. März 2016, servindi/prensa latina/poonal).- Ein weiterer Aktivist des Komitees der indigenen Völker Honduras COPINH ist am Dienstag, 15. März ermordet worden. García war aktiv an Landbesetzungen im Gebiet Río Lindo beteiligt; just am selben Tag waren 150 Familien von der Militärpolizei und der Spezialeinheit Cobras geräumt worden, berichtete das Portal Notiindigena. García hatte mitgeholfen, die Habseligkeiten der geräumten Familien zu bergen und begab sich danach zu Verwandten nach Río Chiquito im Department Cortés. Dort tauchten zwei Killer auf und schossen ihm viermal ins Gesicht. Im Zusammenhang mit der Räumung drohe zudem zwei weiteren Führungsmitgliedern von COPINH die Verhaftung durch die Polizei.

“Seit dem Mord an unserer Genossin Berta Cáceres sind wir zum Ziel vieler Vorfälle geworden die beweisen, dass der honduranische Staat überhaupt kein Interesse hat, unser Leben und unsere Arbeit zu schützen“, so COPINH. „Wie sollen wir den Ermittlungen des Staates vertrauen, wenn die Führung unserer Organisation kriminalisiert wird, indem ihre angebliche Verstrickung in den Mord untersucht wird, während nicht gegen die Urheber der Morddrohungen ermittelt wird?“

Mörder von Cáceres weiter auf freiem Fuß

Der Umweltschützer Gustavo Castro Soto, Hauptzeuge der Ermordung der führenden honduranischen Umweltaktivistin Berta Cáceres, hatte zuvor angeprangert, dass sich die Auftragskiller weiter auf freiem Fuß befinden. Die Indígena-Sprecherin, Umweltschützerin und Vertreterin der Volksgruppe Lenca war am 3. März in ihrem Haus im südwestlich gelegenen, Department Intibucá in Honduras aus nächster Nähe erschossen worden.

In einem offenen Brief an seine Freund*innen und Mitkämpfer*innen erklärte Castro Soto, dass der Tatort manipuliert worden sei und dass er in Honduras um sein Leben fürchte. Der Regierung sei daran gelegen, die Ermordung der Aktivistin als das Resultat eines persönlichen Konflikts aussehen zu lassen, statt den Todesdrohungen nachzugehen, die Cáceres vor ihrer Ermordung erhalten hatte. Mit ihrem Verhalten “versucht die Regierung, Bertas Andenken und den beeindruckenden Kampf zu untergraben, den COPINH in all den Jahren zur Verteidigung des Lebens, der Territorien und der Menschenrechte geführt hat”, so Castro weiter.

Das Komitee der indigenen Völker Honduras COPINH, dessen Vorsitz Berta Cáceres innehatte, vertritt seit Jahren die Rechte der Volksgruppe der Lenca gegen das massive und rücksichtslose Vordringen der transnationalen Konzerne; nach Angaben Castros bekämpfen die Lenca derzeit den Ausbau von über 40 Wasserkraft-Projekten und Dutzende Bergbauvorhaben an über 50 Stellen im Land mit dem Ziel, das Landes ihrer Vorfahren wiederzugewinnen und seine Schönheit so gut es geht zu bewahren.

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