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Warnung vor der Kältewelle


Da werden Erinnerungen wach. Foto: TeleSur(Havanna, 22. Juli 2013, prensa latina/telesur/poonal).- Der nationale Wetterdienst Boliviens hat die Bevölkerung am 22. Juli 2013 aufgerufen, angesichts der in dieser Woche immer stärker werdenden Kältewelle, unter der das Land leidet, wachsam zu sein und Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Den Prognosen gemäß wird in den folgenden Tagen der Himmel nur wenig bewölkt sein, was zu mäßigen Winden und sehr niedrigen Temperaturen führt – insbesondere im Hochland.

Mindestens 520 bolivianische Familien haben in den vergangenen Tagen im der Hochebene von La Paz Schäden davongetragen, wo Temperaturen von fast minus zehn Grad verzeichnet wurden. Wie die Verwaltung des Departements informierte, ist die landwirtschaftliche Produktion in acht Gemeinden schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch hat der Viehbestand Schäden davongetragen.

Bis Mitte Juni 2013 sind in Bolivien 14 Personen an dem Kälteeinbruch gestorben, der starke Schneefälle, dichten Neben und Tiefsttemperaturen nahe minus 20 Grad Celsius in einigen Regionen mit sich brachte. In Bolivien wurden zu Beginn des südlichen Winters die niedrigsten Temperaturen des laufenden Jahres gemessen. An dem berühmten Salzsee von Uyuni, im Süden des Landes, verzeichnete man minus 16,7 Grad Celsius. Derselbe Ort hält seit 1946 mit minus 25,7 Grad den Kälterekord für ganz Südamerika.

Tote in Argentinien und Uruguay

Auch die Bewohner*innen der anderen Cono-Sur-Staaten werden gegenwärtig von der starken Kältewelle polarer Kaltluft heimgesucht. In Uruguay seien mindestens 23 Personen aufgrund der Kältewelle gestorben, wobei einige Menschen beim Versuch ihre Wohnungen zu heizen, an den Folgen von Bränden starben, berichtet die Nachrichtenagentur TeleSur. In Argentinien sind laut lokalen Presseberichten bisher mindestens vier Menschen gestorben.

In einigen Regionen Brasiliens hat es nach vielen Jahrzehnten erstmals wieder geschneit. So wurde aus 36 Städten des südlichen Bundesstaates Santa Catarina Schneefall gemeldet. Auch aus der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile werden Temperaturen von minus acht Grad gemeldet, im Landesinneren von Paraguay seien Teile der Ernte erfroren, meldete das Landwirtschaftsministerium. Meteorologen erwarten, dass die niedrigen Temperaturen diese Woche noch anhalten.

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