Uruguay

Vorsitzender des Obersten Gerichts: Legalisierung von Marihuana ist eine „gute Idee“


von Alinares

Foto: floresyplantas.net, CC BY-NC-SA 2.0, flickr(Buenos Aires, 14. Februar 2013, púlsar).- Der Vorsitzende des Obersten Gerichtshofs, Jorge Ruibal Pino, begrüßte das von der uruguayischen Regierung angestoßene Gesetzesprojekt zur Verstaatlichung der Produktion und des Verkaufs von Marihuana. Er erklärte, dass der Idee keine „schlechte Intention“ zugrunde liege und dass sie obendrein nicht von Uruguay „erfunden wurde“.

 

Gegenüber Radio Universal wies er allerdings darauf hin, dass „der Bevölkerung noch nicht hinreichend erklärt wurde, was [mit dem Gesetzesvorhaben] bezweckt werde“. Der uruguayische Präsident José Mujica hatte persönlich angewiesen, dass der Gesetzesvorschlag im ganzen Land bekannt gemacht werde, um für mehr Unterstützung zu werben.

Marihuana auf Rezept

Der Richter schlug unterdessen vor, dass der Staat registrierten Abhängigen Marihuana als Grundstoff kostenlos verabreichen solle, „um ihnen zu helfen, von der Sucht loszukommen oder diese zumindest zu bekämpfen“. Diese Erklärungen sind im Zusammenhang mit dem möglichen therapeutischen Nutzen von Cannabis während des Entzugs zu sehen.

Ruibal Pino zufolge sei es „essentiell, dass der Abhängige sich registriert, sich von einem Arzt untersuchen lässt und dass der Staat das Marihuana kostenlos verabreicht“. Er riet davon ab, „Marihuana zu rauchen“. Es gäbe „andere Formen des Konsums, wie etwa ärztliche Rezepte bis hin zum Weihrauch“.

Die Regierungsinitiative zielt auf eine Verstaatlichung der Produktion und des Verkaufs von Marihuana sowie auf eine Registrierung der Konsument*innen ab. Dadurch soll der Schwarzmarkt aus dem Drogenhandel eliminiert werden.

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