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Brasilien im Rückwärtsgang Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 11. Mai 2016, npl).- Seit heute Morgen (11. Mai 2016) debattiert der brasilianische Senat zum vorläufig letzten Mal über die Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff. Niemand zweifelt daran, dass die erste Frau im höchsten Staatsamt in der folgenden Abstimmung entmachtet wird. Eine klare Mehrheit der Senator*innen erklärte schon im Vorfeld, gegen Rousseff zu stimmen und damit für die Übernahme der Präsidentschaft durch ihren bisher...
Massendemos und Putschvorwürfe Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 2. April 2016, npl).- In Brasilien wird der Ton rauer. Präsidentin Dilma Rousseff verglich das Klima der Intoleranz im Land mit der Nazizeit und warf ihren Gegner*innen erneut einen schleichenden Staatsstreich vor. „Diese faschistischen Tendenzen hat es bei uns nie gegeben“, sagte Rousseff vor namhaften Künstler*innen, die am Donnerstag zu ihrer Unterstützung in den Regierungspalast gekommen waren. Sie erinnerte auch an den Militärputs...
Ausmaß der Wirtschaftskrise ist dramatisch Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 9. März 2017, taz).- „In den Zeitungen steht, es geht bergauf, das Schlimmste sei überstanden. Ich sehe davon nichts, im Gegenteil.“ Sergio Fonseca zählt auf: Du siehst viel mehr Menschen auf der Straße wohnen, es wird mehr geschnorrt, viele meiner Bekannten haben ihren Job verloren, alle sparen – billigere Lebensmittel, Verzicht auf Krankenversicherung, statt Bus jetzt zu Fuß gehen. Fonseca ist Pfleger in einem Kinderkrankenhaus und m...
Gewalt bleibt trotz Wirtschaftswachstums hoch Von Gloria Analco (Mexiko-Stadt, 7. Februar 2017, SemMéxico).- Alle 15 Minuten gibt es mindestens vier Mordopfer in Lateinamerika und der Karibik. Zwischen 2003 und 2011 galt diese Region als die gewaltsamste der Welt, mit 23,9 Ermordungen pro 100.000 Einwohner*innen. Während desselben Jahrzehnts erlebte die Region eine nie zuvor dagewesene Wirtschafts- und Sozialentwicklung; die extreme Armut sank um Durchschnitt auf 11, 5 Prozent, also auf weniger als die Hälfte. ...
NAFTA: „Für Mexiko gibt es nichts zu gewinnen“ (Mexiko-Stadt, 15. Februar 2017, npl).- Der Ökonom Enrique Dussel Peters lehrt und forscht an der Autonomen Nationaluniversität Mexikos (UNAM). Im Interview berichtet er über die Chancen Mexikos bei eventuellen NAFTA-Nachverhandlungen und ob es möglich ist, den Handelspartner USA durch China oder die EU zu ersetzen. Dussel Peters ist Direktor des von ihm 2006 mitbegründeten Studienzentrums China-Mexiko an der UNAM. Das Interview führte Gerold Schmidt. Vor Monaten sagte Mex...

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