Haiti

Visum für SaisonarbeiterInnen


von RJM-LAC Red Jesuita con MIgrantes en Latinoamérica y el Caribe

Haiti-Dominicana Dajabon-Grenzmarkt danisj 2 CC BY-NC 2.0 Flickr(Fortaleza, 14. Januar 2013, adital).- Bei dem Streit um die Wiedereinreise in die Dominikanische Republik haben sich die dominikanische Regierung und Vertreter*innen haitianischer Migrant*innen am Abend des 9. Januar auf einen Kompromiss geeinigt. Demnach sollen 1.080 haitianische Arbeitsmigrant*innen, die in der Landwirtschaft in der dominikanischen Region Nordost-Cibao arbeiten, ein Visum erhalten.

Nach Angaben von Regino Martínez, Jesuitenpater und Koordinator der Nichtregierungsorganisation “Solidaridad Fronteriza”, habe dies der Verhandlungsführer der Migrationsbehörde, José Manuel Tejada in Anwesenheit der haitianischen Konsulin der Provinzhauptstadt Dajabon, Therese Longchamp zugesagt. Martínez erklärte, er hoffe dass sich die dominikanische Regierung an ihre Zusagen halte. Martínez hat die 1.080 Migrant*innen seit dem 6. Januar begleitet, um ihnen die Rückkehr an ihre Arbeitsplätze im nordöstlichen Grenzgebiet zu ermöglichen.

Behörden verlangten Geld

Zuvor waren in digitalen Medien Berichte aufgetaucht, demnach einige Behördenvertreter*innen entgegen der Abmachung 90 US-Dollar pro Visum verlangt hätten – Geld, was die Migrant*innen im Moment nicht hätten. Erst die offizielle Entscheidung ermöglichte es den Arbeiter*innen, die Grenzbrücke zu verlassen und im Jugendhaus in Wanament, Haiti, unterzukommen. Dort erschien schließlich eine Abordnung des haitianischen Konsulats in Santo Domingo und begann, die Daten der 1.080 Migrant*innen zu sammeln, um dann die Reisepässe ausstellen zu können. Unterstützt wurden sie dabei auch von Vertreter*innen des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR.

 

 

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