Costa Rica

Vertreibung von Küstenbewohner*innen in Garabito


Küstenbewohnerin in Costa Rica / Torge Löding(Lima, 01. Juli 2011, noticias aliadas).- Die landesweite Vereinigung der Küstengemeinden Costa Ricas (Frente Nacional de Comunidades Costeras de Costa Rica) protestierte Mitte Juni gegen die Zerstörung von Häusern in Garabito an der Pazifikküste.

 

 

Behördenvertreter*innen des Gemeindebezirks hätten am 16. Juni die Häuser von Küstenbewohner*innen der Ortschaft demoliert, um einem Gesetz zu entsprechen, das die Vertreibung von AnwohnerInnen erlaubt, wenn sie weniger als 200 Meter entfernt von der Küste leben, so die Frente Nacional. Mit dieser Maßnahme soll die Errichtung von touristischen Einrichtungen erleichtert werden.

Die Vereinigung, der rund 50 Gemeinden angehören, zeigte sich besorgt, dass die Regierung noch 16 weitere Vertreibungen plane. Sie forderte von den Abgeordneten, dass sie die Gesetzesvorlage zur Regelung der Territorien der Küstenbewohner*innen unterstützten. Der Entwurf war 2009 eingebracht worden und sieht vor, Küsten und Fischergemeinden zu schützen.

CC BY-SA 4.0 Vertreibung von Küstenbewohner*innen in Garabito von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Guerrero: Das organisierte Verbrechen als bewaffneter Arm der Bergbauunternehmen Von Hermann BellinghausenDutzende Familien sind aus den Gemeinden El Cubo und El Guayabo in die Bezirkshauptstadt San Miguel Totolapan in Guerrero geflüchtet. Grund sind die Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden des Organisierten Verbrechens. Foto: La Jornada/Víctor Camacho(Mexiko-Stadt, 5. November 2016, La Jornada).- Im Gebirge von Guerrero, zwischen den Regionen Costa Grande und Tierra Caliente sind Dutzende von Dörfern und Ejido-Siedlungen verlasse...
Kriminelle Umweltzerstörung im Nordwesten Mexikos Von Victor M. QuintanaEin Tarahumara-Mädchen verkauft Schmuck an der Barranca del Cobre. Foto: Tabea Huth - German Wikipedia (CC BY-SA 3.0)(Mexiko-Stadt, 6. Mai 2016, la jornada.- Nicht jeden Tag genießt man ein solches Vorrecht. Die pastoralen Mitarbeiter*innen der Diözese der Sierra Tarahumara, einer Gebirgsregion im Nordwesten Mexikos, luden mich zu ihrer Versammlung zum Thema Seelsorgeplan der Diözese ein. Die Dynamik dieser großen Gruppe, die sich aus Laien, Non...
Internationale Untersuchung des Mordes an Berta Cáceres gefordert Von Ute LöhningBerta Cáceres mit Campesinos. Foto: Desinformémonos (Berlin, 14. März 2016, npl).- Bewaffnete Killer erschossen die international geschätzte Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres am 2. März in ihrem Haus. Der Mexikaner Gustavo Castro und weitere Aktivist*innen in Honduras sind bedroht. Die Feministin und Umweltaktivistin hatte den Widerstand gegen das Staudammprojekt Agua Zarca auf dem Gebiet der indigenen Lenca organisiert. Forderungen nach Aufklärun...
onda-info 366 Hallo und Willkommen zum Onda info 366! Bei herbstlichem Wetter und mit viel Schokolade sitzen wir in unserem Studio mit Zentralheizung und haben gleich drei Beiträge für Euch zusammen geschnitten. Im onda-info 364 haben wir bereits über Teatro Trono berichtet, ein Theater-Ensemble aus El Alto in Bolivien. Gerade tourt die Gruppe mit ihrem neusten Stück ,,Arriba El Alto" durch Deutschland und Dänemark. In Berlin fanden parallel dazu Theater-Workshops an Schulen statt. Das The...
Kolumbien/ Deutschland: Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte Rund um den Globus nimmt der Protest gegen den Kohleabbau zu. Denn Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte! Selbst die Wirtschaftsmächte denken über den Kohleausstieg nach. Doch die großen Energiekonzerne wie Vattenfall haben den Umstieg auf erneuerbare Energien verpasst. Deutschland im Sommer 2015: Tausende fordern in einer großen Protestaktion den sofortige Braunkohleausstieg, 1500 Menschen besetzen für mehrere Stunden die Braunkohlegrube im rheinländischen Garzweiler.  In der...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.