Dominikanische Republik Venezuela

Opposition und Regierung versuchen Dialog


Zapatero und Medina

Versuchen sich als Mediatoren: Der spanische Ex-Präsident José Luis Rodríguez Zapatero und der Präsident der Dominikanischen Republik, Danilo Medina. Foto: Telesur

(Montevideo, 14. September 2017, la diaria).- Am 13. September sind Vertreter*innen der Opposition und Regierung Venezuelas in die Dominikanische Republik gereist, wo beide Lager nach dem „dringenden“ Aufruf des dominikanischen Präsidenten Danilo Medina und des spanischen Ex-Regierungschefs José Luis Rodríguez Zapatero nun einen neuen Dialog suchen. Außer der Schlichtung seitens beider Politiker wird die neue Instanz auch vom UN-Generalsekretär Antonio Guterres beaufsichtigt.

Zunächst jedoch hatte sich die dominikanische Regierung noch mit keinem der beiden Lager getroffen und wusste laut dem Kanzler des Gastlandes, Miguel Vargas, auch noch nicht, wo das Treffen stattfinden würde.

Bisher wurde der Dialog nur vom venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro akzeptiert, der seinen Vertreter, den chavistischen Referenten Jorge Rodríguez schickte. Dieser äußerte, er reise mit dem „Auftrag, den Dialogprozess zu einer Etablierung des Friedens und der Einigung zu führen und die brutale Blockade der Finanzsektoren des nordamerikanischen Imperiums gegen Venezuela zu beenden.“

Im Gegenzug verkündete die Opposition, vereint als „Tisch der Demokratischen Einheit“ MUD (Mesa de la Unidad Democrática), sie würde das Gespräch nur unter der Bedingung akzeptieren, dass 2018 Präsidentschaftswahlen abgehalten, die „politischen Gefangenen“ entlassen, die „Berufsverbote“ der oppositionellen Führungspersonen aufgehoben und, neben weiteren Dingen, die „Verfolgungen“ beendet würden. Nichtsdestotrotz schickte der MUD eine Delegation in die Dominikanische Republik um Medina das zu präsentieren, was er als „Ziele des landesweiten demokratischen Kampfes“ beschreibt.

CC BY-SA 4.0 Opposition und Regierung versuchen Dialog von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Kommentar: Der Chavismus ist nicht die Regierung, er ist ein politisches Subjekt.
123
(Venezuela, 16. Mai 2018, Desafío Constituyente).- Wir haben genug Zeit damit vertan darüber zu diskutieren, ob man Nicólas Maduro unterstützen muss oder nicht. Bei den Anti-Chavist*innen findet man nicht die leiseste Spur einer Lösung für die dringlichsten Probleme der venezolanischen Gesellschaft – keine Analyse, die in die richtige Richtung geht. Ideen gibt es natürlich und auch Diagnosen, die vielleicht mal nützlich sein können. Aber um auf dem richtigen Weg zu sein, brä...
Halb Venezuela hat gewählt
50
(Caracas, 21. Mai 2018, amerika21).- Trotz einer heftigen sozialen und wirtschaftlichen Krise hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro am Sonntag nach Angaben des Nationalen Wahlrates CNE (Consejo Nacional Electora) die Präsidentschaftswahlen gewonnen. Der linksgerichtete Politiker setzte sich nach dem vorläufigen Endergebnis mit 67,7 Prozent gegen seinen Widersacher Henri Falcón durch, auf den 21,2 Prozent der Stimmen entfielen. Der Evangelikale Javier Bertucci erreichte 10,8...
US-Außenminister setzt auf Militärputsch in Venezuela
68
(Washington, 5. Februar 2018, democracy now).- Die Spannungen zwischen den USA und Venezuela steigen an. Während seiner Reise durch fünf südamerikanische Staaten hat US-Außenminister Rex Tillerson erklärt, sein Land erwäge weitere Sanktionen und möglicherweise ein Ölembargo gegen das ölreiche Venezuela. Zudem ließ er Anfang Februar verlauten, dass die USA die venezolanische Armee auf die Unterstützung der USA zählen könne, sollte diese die Regierung von Nicolás Maduro stürzen...
Wahlen in Venezuela bis Ende April
50
(Montevideo, 24. Januar 2018, la diaria).- Venezuelas Verfassungsgebende Versammlung ANC (Asamblea Nacional Constituyente), die ausschließlich aus regierungstreuen Mitgliedern besteht, hat beschlossen, dass die Wahlen in den ersten vier Monaten des Jahres 2018 stattfinden werden. Der venezolanische Präsident, Nicolás Maduro, stehe 'zu Befehl', um Präsidentschaftskandidat zu werden. „Angenommen durch Zuruf“, erklärte die Präsidentin der Verfassungsgebenden Versammlung, Delc...
2018 – Superwahljahr in Lateinamerika
256
Von Lara Ely (São Leopoldo, 5. Januar 2018, ihu-unisinos).- Nach einer Zeit, die in Brasilien und Mexiko von Korruptionsvorwürfen und einem Anstieg in der Gewaltstatistik geprägt war, finden bei den beiden ‘Riesen’ Präsidentschaftswahlen statt - ebenso wie in Kolumbien, der viertgrößten Wirtschaft Lateinamerikas. Venezuela, Schauplatz einer immer größer werdenden politischen Krise, muss vermutlich ebenfalls eine Wahl des Staatsoberhauptes anberaumen, und in Kuba hat Ra...