Uruguayische Filme auf der Berlinale 2013


berlinale. Foto: Flickr/Noema Perez (CC BY-NC-SA 2.0) (Montevideo, 15. Januar 2013, la diaria).- Wie Anfang Januar bekannt wurde, wird das Programm der diesjährigen Berlinale auch zwei uruguayische Produktionen beinhalten. Beide werden auf dem 63. Filmfestival vom 7. bis 17. Februar laufen, jedoch außerhalb des Hauptwettbewerbs. Zuletzt hatte die argentinisch-uruguayische Produktion „Gigante“ von Adrián Biniez vor vier Jahren im Hauptwettbewerb drei Preise gewonnen.

Einer der beiden Wettbewerbsteilnehmer ist „Anina“. Der animierte Spielfilm von Regisseur Alfredo Soderguit basiert auf dem Kinderbuch „Anina Yatay Salas“, das 2003 vom Kinderbuchautor und Illustrator Sergio López verfasst und vom Verlag Alfaguara herausgebracht wurde. Laut dem Produzenten Julián Goyoga geht das Projekt bereits auf das Jahr 2005 zurück und wurde erst im September 2012 fertig gestellt.

Ein animierter Kinderfilm…

Der Film erzählt die Geschichte eines zehnjährigen Mädchens. Auf der öffentlichen Schule, die sie besucht, wird sie zum Gespött ihrer Klassenkameraden, weil ihr Name aus drei Palindromen besteht, d.h. aus Wörtern, die sich von beiden Seiten gleich lesen. Nach einem heftigen Streit gibt die Schuldirektorin ihr einen schwarzen Umschlag, in dem ihre Strafe geschrieben steht, verbietet ihr jedoch für sieben Tage, den Umschlag zu öffnen. Der Film erzählt genau diese Woche im Leben von Anina und enthüllt zum Ende den Inhalt des Umschlages.

Die uruguayisch-kolumbianische Koproduktion wurde mit den Stimmen von uruguayischen Schauspielern vertont: César Troncoso, María Mendive und ihre Tochter Federica Lacaño, sowie Cristina Morán, Petru Valenski und Roberto Suárez. Auf der Berlinale tritt der Film für den Gläsernen Bären in der Kategorie „Generation“ an, dessen Jury aus 11 Kindern und sieben Jugendlichen besteht. Voraussichtlich erreicht „Anina“ zwischen April und Mai die uruguayischen Kinos.

…und ein Panorama voller Regen

Der zweite Film im Wettbewerb, „Tanta Agua“ („So viel Wasser“), ist ein Spielfilm, für den die beiden Uruguayerinnen Ana Guevara und Leticia Jorge das Drehbuch schrieben sowie Regie führten. Beide sind Absolventinnen der Katholischen Universität von Uruguay.

Der Film, hauptsächlich produziert von Control Z Films und mit Néstor Guzzini, Malú Chouza und Joaquín Castiglioni in den Hauptrollen, erzählt die Urlaubserlebnisse eines frisch geschiedenen Familienvaters mit seinen zwei Kindern, die vom fortwährenden Regen genervt sind. Der Film tritt in der Kategorie „Panorama“ an, in der künstlerische oder umstrittene Filme mit einer ungewöhnlichen Ästhetik antreten.

 

CC BY-SA 4.0 Uruguayische Filme auf der Berlinale 2013 von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Filmbesprechung: Mord am Mais Von Hermann Bellinghausen Foto: Desinformémonos Mexiko-Stadt, 12. Februar 2018, la jornada).- Die Wissenschaft ist keine Religion, aber sie ist in der Lage, solche Schwerverbrechen zu begehen, als ob sie eine Religion wäre. Die moderne Geschichte ist reich an Beispielen. Obwohl diese Fälle in gewissenhaften bis hin zu genialen Gründen ihren Ursprung haben, verursachen sie einen immensen Schaden beim ausgewählten Objekt, wenn sie ihre Absichten umsetzen. Wenn das Ziel e...
Uruguay: Zwischen Straflosigkeit und Aufklärung Uruguay ist heute eine der fortschrittlichsten Demokratien der Welt. Doch hat es das Land geschafft seine jüngere Geschichte aufzuarbeiten? Wenn die Vergangenheit unter Beteiligung der Zeitzeugen aufgeklärt werden soll, dann ist jetzt die letzte Chance, denn sowohl Täter, als auch Opfer werden nicht mehr lange leben... Wir hören einen Beitrag von Valentin der Negri. Er wagt einen Rückblick auf die Militärdiktatur der siebziger und achtziger Jahre und geht der Frage nach, wi...
Nordamerikanische Filmemacher aus Peru ausgewiesen Von Serena Pongratz Peru: Polizisten im Einsatz für den Bergbaukonzern Hudbay (Screenshot aus "Fraude de Flin Flon") / Quelle: John Dougherty (27. April 2017, amerika21).- Vergangenen Freitag sind nach der öffentlichen Vorführung einer Dokumentation zu Minenaktivitäten des kanadischen Unternehmens Hudbay der US-amerikanische Journalist John Dougherty und die kanadische Lateinamerika-Koordinatorin der Nichtregierungsorganisation (NGO) Mining Watch Canada festgenommen wo...
Anlässlich der Verhaftung von Jennifer Moore und John Dougherty in Cusco Von José De Echave C., cooperacción Verhaftung von Moore und Dougherty nach der Filmvorführung / Foto: Cooperacción (Lima, 24. April 2017, servindi).- Nach und nach verbreitet sich die Nachricht rund um den Globus: Jennifer Moore, Vertreterin von Mining Watch Canada und John Dougherty, Journalist und Dokumentarfilmer aus den USA, wurden am vergangenen Freitag, 21. April, in der Stadt Cusco verhaftet. Beide waren nach Peru zurückgekommen, um das Ergebnis einer aufwän...
Film- und Bergbauaktivist*innen Dougherty (USA) und Moore (Kanada) nach Filmvorführung verhaftet Der Film "Fraude en Flin Flon" ist für den Minenbetreiber HudBay ziemlich unbequem / Bildquelle: servindi (Lima, 22. April 2017, servindi-poonal).- Nach der Vorführung des Films "Fraude en Flin Flon" im Rahmen des Filmforums "Conflictos mineros: de Canadá al sur andino" in Cusco am 21. April, sind John Dougherty (USA) und Jennifer Moore (Kanada) beim Verlassen der Räumlichkeiten von Polizisten der Sicherheitspolizei verhaftet worden. Dougherty ist der Regisseur des Dokume...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.