Bolivien

UNO erklärt auf Vorschlag Boliviens den 22. April zum Internationalen Tag der Mutter Erde


(Rio de Janeiro, 22. April 2009, púlsar).- Die UNO hat am Mittwoch, den 22. April, in ihrer Generalversammlung den Vorschlag angenommen, den 22. April zum „Internationalen Tag der Mutter Erde“ zu erklären. Der Vorschlag dafür wurde von Boliviens Regierung vorgebracht.

Der Präsident der UN-Generalversammlung Miguel D´Escoto erklärte, solch einen Tag zu erschaffen erinnere an die Notwendigkeit, den Planeten zu bewahren. Boliviens Präsident Evo Morales rief dazu auf, die Rechte der Mutter Erde zu verteidigen, die seien so wichtig wie die Menschenrechte. Um mit der Erde, den Tieren und Pflanzen in Harmonie zu leben gehe es darum anzuerkennen, dass „nicht nur wir Menschen Rechte haben, sondern auch der Planet“. Morales rief dazu auf, das 21. Jahrhundert müsse ein Jahrhundert des Kampfes für die Rechte der Mutter Erde sein. Die 192 UNO-Länder sollten sich in einer Erklärung darauf einigen, die natürlichen Ressourcen nicht weiter zu zerstören. Die Menschen seien Gefangene eines „Kapitalismus der Entwicklung“, sie sähen sich als Herren des Planeten. „Nicht uns gehört die Erde, wir gehören zur Erde“, so Morales.

CC BY-SA 4.0 UNO erklärt auf Vorschlag Boliviens den 22. April zum Internationalen Tag der Mutter Erde von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Bolivien: 12 Jahre mit Evo Morales Von Fernando Molina (Fortaleza, 7. Februar 2018, Adital)-. Am 22. Januar 2018 war Evo Morales genau zwölf Jahren an der Macht. Sein jährlicher Bericht ähnelte dem der Vorjahre: Ein Vergleich zwischen der aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Lage, mit der Situation im Land vor seinem Amtsantritt. Der Präsident begann mit der Erläuterung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Kopf, das mit 2392 US-Dollar in der Zeit zwischen 2006-17, drei mal so hoch war, wie in der Zeit...
Kriminalisierung von Flüchtenden statt fortschrittlicher Migrationspolitik Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 7.Januar 2018, npl).- Vielen Flüchtenden gilt Brasilien wegen seiner Gastfreundschaft als ideales Fluchtland. Doch wer dort Asyl bekommt, ist oft mit vielerlei Vorurteilen konfrontiert. Derzeit sind es vor allem Menschen aus Venezuela, die die Grenze Richtung Brasilien überschreiten und – vorerst – bleiben wollen. Die Zahl der Asylanträge ist 2017 in die Höhe geschnellt. Und die neue, konservative Regierung setzt alles daran, künftig d...
Indigene aus dem Amazonasgebiet auf dem COP 23 (Lima, 6. November 2017, servindi).- Vom 6. bis zum 17. November werden Repräsentant*innen zweier wichtiger Indigenen-Organisationen auf der 23. UN-Weltklimakonferenz (COP 23) in Bonn vertreten sein. Vertreter*innen des Dachverbandes der Indigenen Organisationen des Amazonasgebietes COICA (Coordinadora de las Organizaciones Indígenas de la Cuenca Amazónica) und der Interethnischen Vereinigung zur Entwicklung des Peruanischen Regenwaldes AIDESEP (Asociación Interétnica de Desa...
Vorfahrt für Transnationale Unternehmen (Mexiko-Stadt, 9. Juni 2017, desinformémonos).- Die Higa-Gruppe, Monsanto und der Energieerzeuger Energía Eólica del Sur gehören zu den Unternehmen, die die Rechte von verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Mexiko verletzt haben, aufgrund der Vorrechte, die ihnen die Regierung von Enrique Peña Nieto eingeräumt habe. Das erklärte Elena Villafuerte Mata von der Menschenrechtsorganisation ProDESC (Projekt für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte), zuständig für de...
2017 bereits mindestens 41 Verteidiger*innen von Menschenrechten ermordet Von Gisel Ducatenzeiler, Radio UNO (Lima, 02. Mai 2017, servindi).-  In einer Pressekonferenz in Genf bekräftigte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad Al Hussein, dass Aktivist*innen ebenso wie Journalist*innen und andere Vertreter*innen der Zivilgesellschaft bei der Ausübung ihrer Arbeit weltweit großen Risiken ausgesetzt seien. Besonders hob er die Situation in Kolumbien hervor: „Uns wurde berichtet, dass in Kolumbien in den ersten Monaten des Jahres 2...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.