UNESCO erklärt Orinoco-Delta und Lagunen von Montebello zu Biosphärenreservaten


(Venezuela, 26. Mai 2009, telesur).- Das Orinoco-Delta in Venezuela sowie die Lagunen von Montebello in Mexiko wurden, ebenso wie 20 weitere Regionen, von der UNESCO Ende Mai in die Liste der Biosphärenreservate aufgenommen. Dies gab die Organisation mit Sitz in Paris bekannt.

In einer Erklärung der UNESCO heißt es dazu, das Delta verfüge über eine große Biodiversität von Ökosystemen im Wasser und auf dem Land, beherberge mehr als 2.000 bekannte Pflanzenarten und eine große Anzahl von Tierarten. Hinzu komme noch das reiche kulturelle Erbe der Warao, die in dieser Region leben. Die Unterstützung wirtschaftlicher Aktivitäten in diesem Gebiet eröffne für die indigenen Gemeinden dieser Region die Möglichkeit, ihre Siedlungen zu schützen und die Lebensbedingungen zu verbessern.

Bei den Lagunen von Montebello im mexikanischen Bundesstaat Chiapas handelt es sich um ein hydrographisches Becken mit einer reichhaltigen Biodiversität. Die Lagunen verbinden die Hochebenen von Chiapas mit den flachen Küstenebenen am Golf von Mexiko. Die Karstformationen sind von besonderer Bedeutung für die Regulation des Wasserhaushaltes sowie des gesamten Klimas in der Region.

Laut UNESCO sollen Biosphärenreservate als Modellregionen fungieren, in denen nachhaltige Entwicklung verwirklicht werden soll. Sie seien „Freiluftlabore, um innovative Methoden zu testen und vorzustellen, wie Natur und menschliche Nutzung durch optimales Management in Einklang gebracht werden können“. Schwerpunkt seien dabei weniger „ursprüngliche“ Biotope als Kulturlandschaften, die sich im Laufe der menschlichen Nutzungsgeschichte herausgebildet haben.

Mexiko besitzt mit mittlerweile 39 UNESCO-Biosphärenreservaten die drittgrößte Anzahl derartiger Gebiete weltweit, hinter Russland und den USA.

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