Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2011

UN-Kampagne zur Rettung von 35 indigenen Gruppen


Vertriebene Embera-Chami / OmarAndrés, Flickr(Lima, 31. August 2011, noticias aliadas).- Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) hat eine Kampagne begonnen, um auf die drohende Auslöschung von 35 indigenen Gruppen im Zuge des Bürgerkriegs im Land aufmerksam zu machen. Nach UN-Angaben sind allein zwischen Januar und August 2011 mindestens 60 Indígenas ermordet worden.

„Die UNO erkennt mit dieser Kampagne an, dass das Verschwinden eines Volkes nicht nur eine Tragödie für die Betroffenen selbst ist, sondern auch ein unwiederbringlicher Verlust für die übrige Menschheit“, erklärte Stephen Corry, Direktor der Menschenrechtsorganisation Survival International zu der Aktion der Vereinten Nationen.

Im vergangenen Jahr hatte die UNO darauf hingewiesen, dass Indigene vom bewaffneten Konflikt in Kolumbien überdurchschnittlich häufig betroffen sind, obwohl sie nur zwei Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Ursachen hierfür seien neben dem Krieg auch der wachsende Druck durch Bergbau und industrielle Landwirtschaft auf die indigenen Bewohner*innen Kolumbiens, die meist in traditionellen Gesellschaften leben.

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