Brasilien

Umfrage in Braslien: Lula könnte im ersten Wahlgang siegen


Lula

Brasiliens Ex-Präsident Lula im Januar auf einer Kundgebung auf der Plaza de Sé in São Paulo. Foto: Brasil de Fato/Ricardo Stuckert

(São Paulo, 29. Mai 2018, brasil de fato).- In Brasilien stünde Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva der Arbeiterpartei PT (Partido de los Trabajadores) mit 39 Prozent der abzugebenden Stimmen auch weiterhin weit vor den übrigen Kandidat*innen um die Präsidentschaft. So eine Umfrage des Umfrageinstituts ‚Vox Populi‘, die von dem Gewerkschaftsdachverband CUT in Auftrag gegeben und am Montag, 28. Mai 2018, veröffentlicht wurde. Lula hat diese erste Position auch in sämtlichen seit April 2016 durchgeführten Umfragen zur Präsidentschaftswahl inne.

Obwohl er seit mehr als 50 Tagen in der Zentrale der Bundespolizei in Curitiba im südlichen Bundesstaat Paraná inhaftiert ist, führt der Ex-Präsident nicht nur die Umfragen an – sollten die Wahlen jetzt stattfinden, würde er den Umfrageergebnissen gemäß auch im ersten Wahlgang gewinnen. Er erhielte mehr Stimmen, als alle übrigen Kandidat*innen gemeinsam: Alle weiteren Kandidat*innen zusammen kämen auf ungefähr 30 Prozent.

21 Prozent wollen nicht oder ungültig wählen

21 Prozent der Befragten gaben an, die Absicht zu haben, nicht zur Wahl zu gehen oder einen leeren bzw. ungültigen Stimmzettel abzugeben. Die Anzahl derjenigen, die noch unsicher waren oder nicht antworteten, lag bei neun Prozent. Dies ergibt insgesamt eine Summe von ebenfalls 30 Prozent.

Den Umfragewerten gemäß würde Lula in einem zweiten Wahlgang gegen sämtliche möglichen Gegenkandidat*innen gewinnen: Mit 45 Prozent gegen Marina Silva (diese erhielte 14 Prozent), mit 47 Prozent gegen Jair Bolsonaro (gegenüber 16 Prozent für diesen) und mit 47 Prozent gegenüber Geraldo Alckmin (dieser könnte elf Prozent für sich verbuchen).

Details zur Umfrage

Befragt wurden in der vom Gewerkschaftsdachverband CUT in Auftrag gegebenen und dem Institut Vox Populi durchgeführten Umfrage Brasilianerinnen und Brasilianer, die mindestens 16 Jahre alt sind und in städtischen oder ländlichen Gebieten wohnen. Befragt wurden 2.000 Menschen in 121 Gemeinden. Die Umfrage wurde in allen Bundesstaaten und im Hauptstadtbezirk durchgeführt, in Provinzhauptstädten, städtischen Gebieten und im Inneren des Landes. Des weiteren wurden alle sozioökonomischen Bereiche abgedeckt. Die Fehlerquote liegt bei 2,2 Prozent, mit einem Vertrauensintervall von 95 Prozent.

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