Nicaragua

Übertragung des HIV-Virus von infizierten Schwangeren auf ihre Kinder eingedämmt


(Lima, 28. Juni 2017, noticias aliadas-poonal).- Nicaragua veröffentlichte am vergangenen 13. Juni einen Bericht zur Situation von HIV-Aids im Land. Der erste Fall war 1987 bekannt geworden. Seither wurden im Land 12.157 Menschen mit HIV registriert. Dabei handelte es sich in 65 Prozent der Fälle um Männer, 35 Prozent der Infizierten waren Frauen.

Während der vergangenen 30 Jahre sind 20 Prozent der Infizierten (2.429 Personen) gestorben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind derzeit 9.728 Menschen mit der Krankheit bei den Behörden registriert. Neunundsechzig Prozent der Infizierten waren zwischen 20 und 39 Jahre alt. Nicaragua hat rund 5,9 Mio. Einwohner*innen.

Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation OPS (Organización Panamericana de la Salud) lobt das zentralamerikanische Land vor allem für seinen erfolgreichen Kampf gegen die Übertragung des Virus von Müttern auf ihre ungeborenen Kinder. Infizierte Schwangere erhalten in Nicaragua eine entsprechende Behandlung vor der Geburt. Während im Jahr 2007 von 47 infizierten Schwangeren auch 45 Kinder mit dem Virus infiziert waren, sank die Zahl im Jahr 2016 auf zwei infizierte Neugeborene bei 114 Schwangeren.

 

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