Mexiko

Angriff während Marichuys Wahlkampfreise


Flyer der Wahlkampfreise von Marichuy.

(Oaxaca-Stadt, 22. Januar 2018, educa).- Als die unabhängige Präsidentschaftkandidatin María de Jesús Patricio, die alle nur Marichuy nennen, bei ihrem Wahlkampf durch den mexikanischen Bundesstaat Michoacán reiste, kam es am Sonntag, dem 21. Januar, zwischen den Ortschaften Buenavista und Tepalcatepec erneut zu einem Angriff auf JournalistInnen, die die Kandidatin des Nationalen Rats der Indigenen CNI (Congreso Nacional Indígena) auf ihrer Rundreise begleiteten. Dies teilte das begleitende Team in den sozialen Medien mit.

Die schwer bewaffneten Täter näherten sich in zwei Geländewagen, stoppten eines der Fahrzeuge, in denen die Journalist*innen fuhren, bedrohten die Insassen und nahmen ihnen Handys und Fotoausrüstung ab. Das Team um Marichuy forderte Schutz für die Teilnehmer*innen der Wahlkampfreise und für die sie begleitenden Journalist*innen sowie die Aufklärung des Überfalls.

Vom 29. Januar bis zum 5. Februar unternimmt die unabhängige Präsidentschaftskandidatin eine Wahlkampfreise durch den Bundesstaat Oaxaca. Ihr erster Halt wird in der mixtekischen Ortschaft Huajuapan de León sein. „Dort wird Marichuy von einem Demonstrationszug empfangen, der morgens um 11 Uhr startet und zum Marktplatz führt, auf dem dann eine politisch-kulturelle Veranstaltung stattfinden wird“, so Omar Esparza Zárate, Anführer der zapatistischen Bauernbewegung MAIZ.

CC BY-SA 4.0 Angriff während Marichuys Wahlkampfreise von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Marichuy als indigene Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen 2018 registriert Von Knut Hildebrandt (Berlin, 25. Oktober 2017, onda).- Am 7. Oktober 2017 ließ sich María de Jesús Patricio Martínez als unabhängige Kandidatin für die Präsidentenwahlen 2018 registrieren. Beim Verlassen der Nationalen Wahlbehörde erklärte die von ihren Anhänger*innen Marichuy genannte María de Jesús Patricio, dass sie nicht als eine weitere Einzelkandidatin zur Wahl antritt. Vielmehr kandidiere sie als Sprecherin des Indigenen Regierungsrates CIG, welcher kollektiv d...
„Die Zeit der Frauen ist gekommen“ Von Wolf-Dieter Vogel (Mexiko-Stadt/Tuxpán, 17. Januar 2018, taz).- Seit über zwei Stunden warten ihre studentischen Anhänger*innen, als María de Jesús Patricio Martínez erscheint. Die Abenddämmerung wirft ein warmes Licht auf die präkolumbianischen Motive, die das Bibliotheksgebäude der Nationaluniversität in Mexiko-Stadt zieren. Traditionell in bestickter Bluse gekleidet steigt die Frau vom Volk der Nahua auf die Bühne. Auf dem Kopf trägt sie eine Blumenkrone, um den...
Hunderte Polizist*innen und Ex-Militärs kandidieren bei Wahlen in Brasilien (Montevideo, 4. Juli 2018, la diaria).- Die Anzahl der Sicherheitskräfte Brasiliens hat während der Regierungszeit von Michel Temer spürbar zugenommen. Dieser griff systematisch auf sie zurück, um Probleme der öffentlichen Sicherheit zu lösen und Mobilisierungen der Bevölkerung zu unterdrücken. Vor diesem Hintergrund hat auch die Anzahl der Kandidat*innen zugenommen, die sich aus den Reihen der Polizei für verschiedene Positionen bei den Wahlen am 7. Oktober 2018 bewerben – e...
AMLO, der Hoffnungsträger (Mexiko-Stadt, 2. Juli 2018, taz/poonal).- Der konservativ-liberale Kommentator Enrique Krauze, Feindbild aller mexikanischen Linken, nannte ihn einmal den „tropischen Messias“, er selbst vergleicht sich gerne mit den historischen Helden seines Landes. Etwa mit Benito Juárez, jenem Reformer aus dem 19. Jahrhundert, der sich für einen laizistischen Staat einsetzte und den von Napoleon zum Kaiser Mexikos ernannten Habsburger Maximilian I hinrichten ließ. Kleine Brötchen woll...
Kommentar: Hoffnung auf ein anderes Mexiko (Mexiko-Stadt, 2. Juli 2018, taz/poonal).- Mehr als 100.000 Tote, 37.000 Verschwundene, steigende Benzin- und Strompreise, zunehmende Armut und ein Wirtschaftswachstum, das lächerlich ist für ein so reiches Land. Die Bilanz des mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto macht deutlich: Es war vor allem der noch amtierende Staatschef, der seinem am Sonntag gewählten Nachfolger Andrés Manuel López Obrador, kurz Amlo, einen unglaublichen Erfolg verschaffte. Peña Nieto und w...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.