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Streit beim Karneval in Rio
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Der Karneval in Rio war dieses Jahr von Sparzwängen geprägt und fand in fragiler Sicherheitslage statt.  Doch auch Debatten um Sprache und Diskriminierung prägten die brasilianische Karnevalszeit und die Wochen davor. Wegen rassistischer oder sexistischer Texte in den Marchinhas, den Karnevalsliedern, haben einige Gruppen in Rio beschlossen in diesem Jahr auf zwar beliebte aber umstrittene Stücke zu verzichten. Einige Narren warnten vor Spielverderbern. Andere pochten auf geg...
Sambaschule provoziert Agrobusiness beim Karneval in Rio
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Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 27. Februar 2017, taz).- Dieses Jahr bringt der Karneval in Rio Großgrundbesitzer*innen und die Agrarier-Fraktion auf die Palme. Unter dem Motto „Xingu, der Schrei aus dem Urwald“ wird die Sambaschule Imperatriz Leopoldinense am Karnevalswochenende bei ihrem Auftritt im berühmtem Sambadrom Abholzung und Umweltzerstörung anprangern. Es geht um Pestizide, Brandrodung, die Gewinninteressen des Agrobusiness und um die Folgen des umstritten...
Brasiliens Linke mobilisiert – Bolsonaro bleibt Favorit
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(Rio de Janeiro, 27. Oktober 2018, taz).- Anspannung und Bangen in den letzten Stunden vor der Stichwahl um die Präsidentschaft Brasiliens. Rechtsextremist Jair Bolsonaro liegt in Umfragen vorne, doch sein Vorsprung schmilzt. Im ganzen Land machen Gegner*innen des Ex-Militärs mobil, um das Blatt in letzter Sekunde noch zu wenden. Niemand will sich wirklich ausmalen, was aus dem Land wird, sollte der erklärte Rassist und Befürworter von Folter an die Macht gelangen. Längst geh...
Unterstützt von Pitbulls, Predigern und Fake News greift Bolsonaro nach der Macht
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(Rio de Janeiro, 26. Oktober 2018, taz).- Der Platz vor den Arcos da Lapa (Bögen von Lapa) im Zentrum von Rio de Janeiro quillt über. Nur mit Mühe schlängeln sich die unzähligen ambulanten Händler*innen und Verkäufer*innen durch die Menge. Großzügig werden Aufkleber mit der Zahl 13 – der Kennziffer der Arbeiterpartei PT– und mit dem Slogan #EleNão (#DerNicht) verteilt. Überall rote T-Shirts der PT und das Lila der Aktivist*innen. Die Stimmung ist kämpferisch. Doch bei vielen ...
Das evangelikale Megaunternehmen, das zusammen mit Bolsonaro die Macht übernehmen will
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(Santiago de Chile, 15. Oktober 2018, pressenza).- Edir Macedo hat vor über 40 Jahren die größte evangelikale Kirche Brasiliens gegründet. Heute versammeln sich über acht Millionen Gläubige aus den ärmsten sozialen Schichten in 7.000 Tempeln. Der Neffe Macedos ist der Bürgermeister von Río de Janeiro. Sollte Bolsonaro Präsident werden, werden Macedo und seine Universalkirche zusammen mit ihm in den Präsidentenpalast einziehen. Es gibt viele Gründe für den überraschenden un...