Mexiko

Steigende Zahl der Entführungen unter Präsident Peña Nieto


Mexikos Präsident Peña Nieto / Foto: Arturo Alfaro Galan, CC BY-NC-SA 2.0, flickr(Venezuela, 18. Dezember 2014, telesur).- Seit 2012 wurden in verschiedenen Teilen Mexikos insgesamt mehr als 5.000 Entführungen verzeichnet – und bei mehr als 500 davon habe es keine Untersuchung durch die Behörden gegeben. Dies meldete die Nichtregierungsorganisation „Alto al Secuestro – Stopp den Entführungen“. Sie stellte am vergangenen 17. Dezember Zahlen zu Entführungen in Mexiko vor. Demnach sind während der Amtszeit des derzeitigen mexikanischen Präsidenten, Enrique Peña Nieto, bisher 5.543 Personen entführt worden. Der Präsident ist seit dem 1. Dezember 2014 im Amt.

Die Präsidentin der Organisation, Miranda del Wallace, sprach von der hohen Wahrscheinlichkeit, dass die Zahl der Entführungen in diesem Jahr um 30 Prozent steige. In diesem Zusammenhang berichtete sie, dass im vergangenen November durchschnittlich sechs Verschleppungen pro Tag angezeigt wurden – das bedeute, eine alle vier Stunden.

Dabei falle auf, dass 4.992 der 5.543 Fälle von den Behörden bearbeitet wurden, aber 551 keine polizeilichen Untersuchungen nach sich zogen. Die mexikanischen Bundesstaaten mit der höchsten Entführungsdichte sind der zentrale Bundesstaat Mexiko mit 44 Fällen, Tamaulipas mit 28 und der Hauptstadtdistrikt mit 14 – allein im Monat November 2014.

CC BY-SA 4.0 Steigende Zahl der Entführungen unter Präsident Peña Nieto von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Lateinamerikanische Aktivist*innen fordern eine gerechte Weltwirtschaftsordnung Von Knut Hildebrandt Fronttransparent der Demonstration "Grenzenlose Solidarität statt G20" Anfang Juli in Hamburg. Foto: Knut Hildebrandt (Hamburg, 15. August 2017, npl).- Buntes Treiben erfüllt den Hof der Viktoria-Kaserne in Hamburg-Altona. Das heute als alternatives Kulturzentrum genutzte Areal ist einer der Veranstaltungsorte des „Gipfels der globalen Solidarität“. Zu diesem sind Anfang Juli tausende Aktivistin*innen aus aller Welt nach Hamburg angereist. Während ...
Spioniert Mexiko Journalist*innen und Menschenrechtsgruppen aus? Die bekannte mexikanische investigative Journalistin Carmen Aristegui hatte schon mehrfach mit Repression zu kämpfen. Hier bei protestierenden Arbeiter*innen auf dem Zócalo in Mexiko-Stadt 2010. Foto: Wikipedia (Mexiko-Stadt/Berlin, 21. Juni 2017, desinformémonos/poonal).- Am Montag, 19. Juni hat die New York Times den Artikel "wir sind die neuen Staatsfeinde" veröffentlicht, eine Reportage über Spionage gegen Aktivist*innen und Journalist*innen in Mexiko. Dort wird dokum...
Rektor spricht Klartext: Bildungswesen verschärft Klassenunterschiede Der Rektor der Iberoamerikanischen Universität von Mexiko-Stadt, David Fernández Dávalos, findet deutliche Worte für das mexikanische Bildungswesen. Foto: Flickr/Arturo Alfaro Galán (CC BY-NC-ND 2.0) (Mexiko-Stadt, 14. Juni 2017, la jornada/poonal). - Ausgerechnet der Rektor einer Privatuniversität rechnete schonungslos mit dem mexikanischen Bildungswesen und der sozialen Spaltung in Mexiko ab. David Fernández Dávalos steht der den Jesuiten gehörenden Iberoamerikanischen ...
Vorfahrt für Transnationale Unternehmen Im Bundesstaat México wird eine Autobahn mitten durch das Gemeindeland der indigenen Gemeinde Xochicuautla gebaut. Foto: Desinformémonos/Frente Juvenil Xochicuautla (Mexiko-Stadt, 9. Juni 2017, desinformémonos).- Die Higa-Gruppe, Monsanto und der Energieerzeuger Energía Eólica del Sur gehören zu den Unternehmen, die die Rechte von verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Mexiko verletzt haben, aufgrund der Vorrechte, die ihnen die Regierung von Enrique Peña Nieto eingeräumt hab...
onda-info 408 Hallo und willkommen zum onda-info 408! Diese Sendung ist ein Special zum Thema Bildung in Mexiko. Mitte Mai gingen in ganz Mexiko Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE auf die Straße und begannen die neue Streiksaison. Ihre wichtigste Forderung für den diesjährigen Arbeitskampf ist immer noch die Rücknahme der 2013 beschlossenen Bildungsreform. Warum diese Reform keine Zustimmung bei den Lehrern findet, beleuchten wir in einem bereits im letzten Herbst gesendeten Hinter...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.