Peru

Staatsanwaltschaft fordert Anhörung von Odebrecht im Fall Keiko Fujimori


Keiko Fujimori

Die Tochter des Ex-Diktators Alberto Fujimori wäre fast peruanische Präsidentin geworden. Jetzt wird auch gegen sie ermittelt. Foto: Telesur/EFE

(Caracas, 18. September 2017, telesur).- Der peruanische Staatsanwalt José Domingo Pérez hat am Montag, 18. September 2017, die Anhörung des Bauunternehmers Marcelo Odebrecht beantragt. Diese soll Aufschluss geben über dessen Bemerkungen zu der Ex-Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori und die Hinweise, die Odebrecht während seiner Vernehmung gegeben hatte.

Der offizielle Twitter-Account der Staatsanwaltschaft legte genauere Informationen zu dem Antrag dar, der dazu dienen soll „Aussagen von Marcelo Odebrecht zu erhalten zu Bemerkungen über Keiko Fujimori“. Der in Brasilien inhaftierte Odebrecht hatte bereits im Mai dieses Jahres auf Fragen peruanischer Staatsanwält*innen geantwortet. Im August jedoch übergaben die brasilianischen Behörden Aufzeichnungen von Odebrecht, in denen dieser Keiko Fujimori erwähnt hatte.

Außerdem gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass Pérez einen Antrag auf Ermittlungen wegen Geldwäsche in dem „Büro der Staatsanwaltschaft für internationale justizielle Zusammenarbeit und Auslieferungen“ gestellt habe (Oficina de Cooperación Judicial Internacional y Extradiciones de la Fiscalía de la Nación).

Odebrecht hatte sich in dem Verhör vom Mai 2017 an mögliche Beiträge zu Wahlkampagnen erinnert, die sein Unternehmen im Jahr 2011 getätigt hatte. Dabei hatte er auch den Namen Keiko Fujimoris erwähnt.

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