Paraguay

Schulen in schlechtem Zustand – Abhilfe durch Kooperativen


Minister Riart beim Besuch einer Schule / foto: mec.gov.py(Fortaleza, 04. Februar 2011, adital).- Der bauliche Zustand öffentlicher Schulen in Paraguay ist besorgniserregend. Luís Alberto Riart, Minister für Kultur und Bildung, erklärte am 4. Februar in einer Pressekonferenz, dass fast 85 Prozent der 45.000 Unterrichtsräume renoviert werden müssten. Zudem sei der Neubau von Bibliotheken und Klassenzimmer dringend notwendig.

„Um Unterrichtsräume und Bibliotheken in einen annehmbaren Zustand bringen zu können, müsste das Jahresbudget verfünffacht werden“, so der Minister. Laut Riart fehlen zum Erreichen der gestellten Ziele in diesem Jahr 80 Millionen US-Dollar im Haushalt des Ministers. Die anstehenden Arbeiten sollen daher von Privatfirmen und Mitgliedern der Vereinigung der Schulkooperativen ACES (Asociación de Cooperadora Escolar) geleistet werden. In der ACES sind Lehrer*innen, Eltern und Tutor*innen organisiert, die Schulen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützen.

CC BY-SA 4.0 Schulen in schlechtem Zustand – Abhilfe durch Kooperativen von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Das Massaker von Nochixtlán und die Bildungsreform Von Luis Hernández Navarro(Mexiko-Stadt, 5. Juni 2016, La Jornada).- Die indigenen Gemeinden Oaxacas befinden sich in Alarmbereitschaft. Sie durchleben das Massaker vom 19. Juni als ihr eigenes. Sie wissen sich vom Staat angegriffen. Ihre Topiles [von der Gemeinde gewählte Ordnungskräfte] sind auf der Hut. Das Massaker war eine Beleidigung für alle, aber besonders für das Volk der Mixtecos. Weit weg von den großen Städten sind die Triquis, Zapotecos, Mixes, Mazatecos...
Tausende Lehrkräfte demonstrieren (Caracas, 11. Juni 2016, telesur).- Am Samstag, 11. Juni, sind 3.000 Lehrkräfte in Mexiko-Stadt zum Regierungssitz Los Pinos gezogen, um von der Regierung Dialogbereitschaft einzufordern. Der Dachverband der Bildungsarbeiter*innen CNTE (Coordinadora Nacional de Trabajadores de la Educación) erklärte, so lange weiter zu demonstrieren, bis sich die Regierung bereit erkläre, einen festen Termin zu vereinbaren, um Vermittlungsgespräche zu führen. In anderen Landesteilen fa...
„Es findet ein systematischer Angriff auf die Lehrerschule von Ayotzinapa statt“ von Carmen Herrera (Lima, 06. November 2015, noticias aliadas-adital).- Maribel González Pedro ist Rechtsanwältin und arbeitet im Menschenrechtszentrum Tlachinollan im Bundesstaat Guerrero im Südwesten von Mexiko. Das Menschenrechtszentrum unterstützt die Familienangehörigen der 43 Studenten, die im September 2014 in Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero gewaltsam verschwunden sind. Es bietet rechtliche Unterstützung bei der Aufklärung dieses Falles, der nicht nur...
Die Lehrer*innengewerkschaft CNTE ist Staatsfeind Nr. 1 von Philipp Gerber (Berlin, 12. September 2015, lateinamerikanachrichten).- Die CNTE, die oppositionelle Strömung der mexikanischen Lehrer*innengewerkschaft SNTE, weist zahlreiche interne Widersprüche auf. Dennoch ist sie die gesellschaftliche Speerspitze gegen neoliberale Reformen und Verteidigerin der Rechte der armen Bevölkerung, besonders die Sektion 22 im Bundesstaat Oaxaca. Seit der Verabschiedung der Bildungsreform steht sie besonders unter Druck. „Sie haben uns be...
Demonstration für freie Bildung (Buenos Aires, 19. Oktober 2015, púlsar).- Am 16. Oktober sind über 4.000 Arbeitnehmer*innen einem Aufruf des Dachverbandes mehrerer Gewerkschaften und sozialer Organisationen BUSSCO (Bloque Unitario Sindical y Social Costarricense) gefolgt und haben an einer Demonstration in der costa-ricanischen Hauptstadt San José teilgenommen. Sie demonstrierten für Arbeitnehmer*innenrechte und für das Recht auf eine freie und umfassende Bildung. Gleichzeitig richteten sich die Demonstran...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *