Mexiko

San Dionisio del Mar: Ablehnung der geplanten Mole wegen fehlender Transparenz


Eine Mole will die Gemeinde San Dionisio del Mar nicht, trotzdem gehen die Bauarbeiten weiter / Foto: Desinformemonos

Eine Mole will die Gemeinde San Dionisio del Mar nicht, trotzdem gehen die Bauarbeiten weiter / Foto: Desinformemonos

(Mexiko-Stadt, 28. Juli 2017, desinformemonos).- Die Mitglieder der Gemeindeversammlung der Dörfer San Dionisio del Mar haben den Bau einer Mole am Strand von Copalito im Bundesstaat Oaxaca abgelehnt. Sie begründen dies mit fehlender Transparenz bezüglich des Baus, außerdem ignorierten die Verantwortlichen ihre Fragen. Dies sei eine Verletzung des Rechts auf vorherige Konsultation.

Regierungsvertreter*innen sind zu Anhörungen nicht erschienen

Die Dorfbewohner*innen beschwerten sich nach einer Versammlung Anfang Juli mit den für den Bau zuständigen Ingenieuren, dass die Ingenieure versucht hatten die Versammlung davon zu überzeugen, das Projekt zu akzeptieren, obwohl den Dorfbewohner*innen ausreichende Informationen fehlten, wie zum Beispiel eine Studie über die Auswirkungen auf die Umwelt und die Angabe der Gesamtkosten für den Bau.

Am 11. Juli fand zudem eine Versammlung der Bewohner*innen von San Dionisio del Mar statt, zu der Vertreter*innen vom staatlichen Fonds für Naturkatastrophen Fonden (Fondo de Desastres Naturales) und von der Nationalen Komission für Wasserwirtschaft und Fischerei Conapesca (Comisión Nacional de Acuacultura y Pesca), die Auskunft über das Projekt hätten geben sollen, nicht erschienen. Deshalb gab es am 12. Juli eine friedliche Protestaktion, bei der Informationen und Transparenz von Seiten der Verantwortlichen gefordert wurde, doch am selben Tag zündete eine Gruppe Unbekannter Baumaschinen des Bauunternehmens an und es wurde versucht, die Gemeindeversammlung für diese Tat verantwortlich zu machen.

Gemeindeversammlung distanziert sich von Brandstiftung

“Wir distanzieren uns von diesen Taten und lehnen das Projekt wegen fehlender Informationen ab“, sagte ein Mitglied der Versammlung nach dem Brand der Baugeräte.

Trotz all dieser Vorfälle gingen am 21. Juli die Aushubarbeiten am Strand von Copalito, in Huamuchil und San Francisco del Mar weiter, obwohl es bisher weder Informationen noch eine Anhörung der Gemeinden gegeben hat.

Kein fließendes Wasser und marode Straßen

“Seit 10 Jahren gibt es kein Trinkwasser, unser Wasserpumpsystem funktioniert nicht und das ist unser wichtigstes Anliegen. Die Gemeinde muss dafür sorgen, dass wir fließendes Wasser in unseren Häusern haben, auch sind unsere Straßen in einem sehr schlechten Zustand, all dies ist viel wichtiger als der Bau von Molen, die, wie wir glauben, nur der Anfang für den Bau einer Windparkanlage sein werden, und zwar für den Windpark Barra Santa Teresa,“ erklärte die Versammlung.

Deshalb hat die Gemeindeversammlung die kommunalen und staatlichen Behörden aufgefordert, sie über das Projekt zu informieren, die Baugeräte abzuziehen und die Diffamierung und Kriminalisierung der engagierten Bevölkerung und der Mitglieder der Gemeindeversammlung zu stoppen.

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