Brasilien Honduras

Rousseff: Anerkennung der Regierung Lobo nur bei Rückkehr Zelayas


Brasiliens neue Präsidentin Dilma Rousseff / GovBa, flickr(Buenos Aires, 23. Februar 2011, púlsar).- Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat erklärt, ihr Land werde die honduranische Regierung von Porfirio Lobo erst anerkennen, wenn der gestürzte Präsident Manuel Zelaya in seine Heimat zurückgekehrt sei.

Rousseff setzt damit die Linie ihres Amtsvorgängers Lula fort. Dies teilte José Miguel Insulza, Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten OAS, nach einem Treffen mit der brasilianischen Präsidentin am 22. Februar mit. Rousseff habe bei dem Treffen in Brasilien die sichere Rückkehr Zelayas nach Honduras zur Voraussetzung für die Anerkennung gemacht.

Porfirio Lobo war im November 2009 in einer umstrittenen Wahl an die Macht gekommen, nachdem im Juni desselben Jahres der legitime Präsident Manuel Zelaya gestürzt worden und aus dem Land gebracht worden war. Lobos Regierung wurde jedoch in Lateinamerika von vielen Staaten nicht anerkannt, da sie deren Verfassungsmäßigkeit in Frage stellten.

Neben Brasilien verweigern auch Argentinien, Bolivien, Ecuador und Venezuela der Regierung Lobo die Anerkennung. In diesen Ländern war die Empörung über den Staatsstreich vom Juni 2009 besonders groß.

CC BY-SA 4.0 Rousseff: Anerkennung der Regierung Lobo nur bei Rückkehr Zelayas von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Absturz ins Bodenlose: Vor einem Jahr wurde Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff abgesetzt Von Andreas Behn, Rio de Janeiro Vor einem Jahr: Dilma Rousseff bei ihrer Verteidigung vor dem Senat beim Impeachment-Verfahren am 31. August 2016 / Foto: Senado Federal, CC BY 2.0 (Rio de Janeiro, 03. September 2017, npl).- „Wir dürfen keine Fehler machen!“ Eindringlich wiederholte Luiz Inácio Lula da Silva diesen Satz mehrmals bei seiner Rede auf dem Weltsozialforum in Porto Alegre 2003. Kurz zuvor war er nach vier vergeblichen Anläufen zum Präsidenten Brasiliens gew...
Alles schon einmal dagewesen Noch-Präsident Michel Temer und sein Kabinettschef Eliseu Padilha (ebenfalls der Korruption verdächtig) luden im Januar 2017 den Vorsitzenden des Obersten Wahlgerichts, Gilmar Mendes (rechts) zu einem Trip nach Portugal ein. Zum Dank darf Temer noch ein bisschen länger Präsident spielen. Foto: Roberto Jayme/redebrasilactual (Montevideo, 27. Juni 2017, la diaria).- “Nichts wird uns zerstören. Weder mich noch unsere Minister”, so Michel Temer am 26. Juni 2017. Der Präsident...
Kurze Verschnaufpause für Temer Von Andreas Behn Noch-Präsident Michel Temer und sein Kabinettschef Eliseu Padilha (ebenfalls der Korruption verdächtig) luden im Januar 2017 den Vorsitzenden des Obersten Wahlgerichts, Gilmar Mendes (rechts) zu einem Trip nach Portugal ein. Zum Dank darf Temer noch ein bisschen länger Präsident spielen. Foto: Roberto Jayme/redebrasilactual (Rio de Janeiro, 13. Juni 2017, npl).- Nur knapp ist Brasilien an einem zweiten Präsidentschaftswechsel in nur einem Jahr vorbeige...
Neue Enthüllungen in Sachen Korruption treiben Brasiliens Präsidenten in die Enge Von Andreas Behn Freuten sich 2010 noch gemeinsam über gut geschmierte Konten: Brasiliens Präsident Michel Temer, seine Vorgängerin Dilma Rousseff und Vor-Vorgänger Lula da Silva. Foto: Flickr/Acervo Fotográfico da Câmara dos Deputados (Rio de Janeiro, 19. Mai 2017, taz).- Neue Enthüllungen im Korruptionsskandal setzen Brasiliens Präsidenten Michel Temer mächtig unter Druck. Laut einem Zeitungsbericht ist er an der Zahlung von Schweigegeld an den inhaftierten ehemalige...
Gründe und Folgen des Staatstreiches in Venezuela Von Fernando López D’Alesandro Grafik zum Arco Minero / Bildquelle: anticapitalistas.net (Montevideo, 19. April 2017, la diaria).- Nach dem Scheitern des angekündigten Staatstreiches in Venezuela, ist es an der Zeit, die Gründe für die von Widersprüchen gekennzeichneten Ereignisse zu klären. Während die orthodoxe Linke Lateinamerikas von ihrem eigenen Kurs abkommt, indem sie mit rechtsverdrehenden Argumenten den Putschversuch rechtfertigt, ereifert sich die Rechte als ...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.