Guatemala
Fokus: Menschenrechte 2011

Regierungskoalition unterstützt Baldizón bei Stichwahl


Die Regierungskoalition von Alvaro Colom unterstützt Baldizón /agencia pulsar(Buenos Aires, 23. September 2011, púlsarprensa latina-poonal).- Die Regierungskoalition des noch amtierenden Präsidenten Álvaro Colom, bestehend aus Nationaler Union der Hoffnung UNE (Unidad Nacional de la Esperanza) und Großer Nationaler Allianz GANA (Gran Alianza Nacional) wird bei der Stichwahl ums Präsidentenamt den Kandidaten Manuel Baldizón unterstützen. Nach Angaben des Sprechers der Regierungskoalition UNE-GANA, Jaime Martínez, habe man sich aufgrund der Nähe zum eigenen politischen Programm zu diesem Schritt entschieden.

Stichwahl im November

Martínez, der auch Generalsekretär von GANA ist, gab diese Entscheidung am 19. September bekannt. Zuvor hatten sich 136 Bürgermeister*innen und 46 Abgeordnete der Koalition, die am 11. September gewählt worden waren, mit Manuel Baldizón in Guatemala-Stadt getroffen.

Baldizón, Anwalt, millionenschwerer Hotelunternehmer und Befürworter der Todesstrafe, ist Kandidat der Partei Erneuerte Demokratische Freiheit LIDER (Libertad Democrática Renovada). Er unterlag im ersten Wahlgang um das Präsidentenamt mit 23,5 Prozent gegen den Ex-General Otto Pérez Molina, Kandidat der Patriotischen Partei PP (Partido Patriota), der im ersten Wahlgang mit 36 Prozent klar die absolute Mehrheit verfehlt hatte. Die beiden treten im November in einer Stichwahl gegeneinander an.

Baldizón sammelt Rückendeckung

Auch die Partei des Nationalen Fortschritts PAN (Partido de Avanzada Nacional) und die Union des Nationalistischen Wandels UCN (Unión del Cambio Nacionalista) erklärten mittlerweile offiziell ihre Unterstützung für Baldizón.

Die Regierungskoalition UNE-GANA konnte zur Präsidentschaftswahl keine eigene Kandidatin mehr aufbieten, nachdem die Kandidatur der Ex-Frau des amtierenden Präsidenten Colom, Sandra Torres, vom Verfassungsgericht schließlich doch abgelehnt worden war. Das Gericht hatte die kürzliche Scheidung des Präsidentenpaares als Täuschungsversuch gewertet.

Die Stichwahlen sind für den 6. November vorgesehen.

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