Kuba

Regierung begnadigt 787 Gefangene


Ein Hund auf Kuba. Die Behörden haben nicht mitgeteilt, ob er in Haft bleibt oder freigelassen wurde. Foto: cubasalitreysal.blogspot.com (CC BY-NC-ND 2.5)

Ein Hund auf Kuba. Die Behörden haben nicht mitgeteilt, ob er in Haft bleibt oder freigelassen wurde. Foto: cubasalitreysal.blogspot.com (CC BY-NC-ND 2.5)

(Sao Leopoldo, 16. November 2016,  ihu on-line).- Die kubanische Regierung hat beschlossen, 787 Verurteilte zu begnadigen. Das teilte die offizielle Tageszeitung Granma mit. Anlass war ein Aufruf des Papstes anlässlich des “Heiligen Jahres der Barmherzigkeit”. Bei einer Feier zum “Jubiläum der Gefangenen” sollten die Regierungen Nachsicht üben und Gefangenen die Möglichkeit geben, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern.

Zwar hatten mehrere Regierungen daraufhin betont, die Worte des Papstes zu beachten, aber die kubanische Regierung hat als erste Taten folgen lassen. Unter den nun Begnadigten befinden sich Frauen, Kranke und junge Menschen. Es wurde jedoch nicht bekannt gegeben, ob sich politische Gefangene unter den Begnadigten befinden. Laut Granma wurden die Gründe für die Verurteilungen überprüft, die Führung während der Haft und die bereits abgesessene Zeit. Nicht begnadigt wurden Personen, die wegen “Mordes, Vergewaltigung, Drogenhandel oder ähnlicher Schwerverbrechen” verurteilt wurden.

Die letzte Begnadigung ist gerade mal ein Jahr her und galt als Geste des guten Willens der Regierung nach dem Besuch des Papstes auf der Insel. Am 11. September 2015 waren 3.522 Gefangene Inhaftierte worden. Kuba mit seinen knapp elf Millionen Einwohner*innen hat eine hohe Gefangenenrate; das berichten Oppositionelle. Die Behörden veröffentlichen keine Zahlen über Gefangene.

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