Puerto Rico

Puerto Rico: Tausende nach Hurrikan evakuiert


Der Staudamm Guajataca wurde durch den Hurrikan schwer beschädigt. Foto: Democracy Now

(New York, 25. September 2017, democracy now).- Nach dem Durchzug des Hurrikan María ist ganz Puerto Rico noch immer ohne Strom. Im Nordwesten der Karibikinsel wurden 70.000 Menschen aufgefordert, die Gebiete rund um den Staudamm Guajataca zu verlassen. Der Staudamm wurde durch den Hurrikan stark beschädigt; es hieß, es bestehe Gefahr, dass er jeden Moment zusammenbrechen könne.

Ein Anwohner berichtete: „Gestern kam eine Gruppe Rettungskräfte und sagte, wir müssten das Gebiet verlassen, weil der Staudamm einen neun Meter langen Riss habe. Das Wasser schoss raus, ein Krater entstand, es sah schlimm aus. Die Rettungskräfte kamen im letzten Moment; als wir fliehen mussten, konnte ich nichts mitnehmen, jetzt habe ich gar nichts.“

Der Gouverneur von Puerto Rico, Ricardo Roselló, hat den Hurrikan als schlimmste Katastrophe in der Geschichte der Insel bezeichnet.

CC BY-SA 4.0 Puerto Rico: Tausende nach Hurrikan evakuiert von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Hilfe für Kuba nach Hurrikan Irma Der Hurrikan Irma traf Anfang September mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern, extremen Niederschlägen und mit bis zu 6 Meter hohen Wellen auf Kuba. Alle nördlichen Provinzen sind von starken Sturmschäden betroffen. Die Schutzmaßnahmen und die Behebung der Zerstörungen sind mit extrem hohen Kosten verbunden, die Kuba allein nicht zu tragen vermag. Daher werden dringend Finanzmittel für den Wiederaufbau von Schulen, Ärztezentren, Wohnhäusern, Straßen, Brü...
Klimaschutz: „Leuchtturmprojekt“ setzt auf althergebrachte indigene Techniken Fragwürdig: Die Förderung der Ölpalme Ein Beispiel dafür ist der CO2-Handel, der zur Förderung von fragwürdigen Agrarprojekten führt. „In Guatemala hat die Einrichtung großer Plantagen von Zuckerrohr oder der Afrikanischen Palme zur Vertreibung von indigenen Gemeinden geführt“, beklagt Sucuqui. Das Problem dabei sei, dass der Anbau der aus Afrika stammenden Ölpalme im Rahmen des CO2-Handels als förderungswürdig eingestuft wurde. „Sie sagen, die Palme sei ein Baum, speichere C...
Schlimmste Trockenheit seit 25 Jahren Foto: Global Humanitaria, cc-by-nc-2-0 (Lima, 01. Dezember 2016, noticias aliadas).- Bolivien durchlebt momentan die schlimmste Trockenheit seit 25 Jahren. Der Wassermangel in acht von neun Bundesstaaten führte zur Rationierung der Wasserversorgung, die wiederum Proteste in verschiedenen Städten hervorrief. Präsident Evo Morales rief am 21. November den Notstand aus. Er verwies darauf, dass 2016 das heißeste Jahr der letzten 100 Jahre gewesen sei. Laut Daten der NASA (...
Haiti, die offene Wunde Lateinamerikas Von Gisela Brito, celag Frau in einem Camp in Haiti / Foto: Archiv, 2011, digital democracy, CC BY-NC-SA 2.0, flickr (Quito, 12. Oktober 2016, alai-amerika21).- Haiti stand unlängst wegen des verheerenden Hurrikans Matthew und der Verschiebung der Präsidentschaftswahlen auf unbestimmte Zeit im Licht der Öffentlichkeit. Diese Wahlen sollten eigentlich am 9. Oktober 2016 durchgeführt werden, nachdem sie seit Oktober 2015 zweimal wegen Anzeigen über Unregelmäßigkeiten und...
Ecuador und China beschließen strategische Kooperation Von Kerstin Sack Die Präsidenten von China, Xi Jinping und Ecuador, Rafael Correa / Foto: Carlos Rodríguez, Andes (24. November 2016, amerika21).- Der Präsident von China, Xi Jinping, hat zum ersten Mal Ecuador besucht. Dabei unterzeichneten die Regierungen beider Länder elf Abkommen. Es handelt sich um Vereinbarungen in den Bereichen Finanzierung, Kommunikation, Kultur, produktive Strategien sowie eine Kooperation zur Bewältigung der Folgen des Erdbebens in Ecuador. C...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.