Argentinien

Prozess um „Plan Cóndor“ fortgesetzt


von Coordinación Cono Sur

Argentiniens Verhaftet-Verschwundene waehrend der Diktatur / Emmanuel Frezzotti, CC BY-NC-SA 2.0, flickr(Buenos Aires, 23. April 2013, púlsar-poonal).- Am 23. April begann im Prozess um den “Plan Cóndor” die Vernehmung der 25 Angeklagten wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zu den angeklagten Ex-Militärs gehören unter anderem auch Jorge Rafael Videla, Santiago Omar Riveros, Eduardo Samuel De Lío, Carlos Caggiano Tudesco und Antonio Vañek.

 

Nur Repression innerhalb Argentiniens wird untersucht

Es geht um vier Klagen, bei denen 223 Fälle von Menschenrechtsverletzungen untersucht werden. Unter dem Namen “Plan Cóndor” arbeiteten in den 1970er Jahren die repressiven Militärregimes von Argentinien, Uruguay, Chile, Bolivien, Paraguay und Brasilien zusammen, um politische Gegner*innen zu verfolgen.

Die Militärs, die auf der Anklagebank sitzen, sind der Mitgliedschaft in einer illegalen Vereinigung und des widerrechtlichen Freiheitsentzuges angeklagt. Die ermittelnden Staatsanwält*innen können die Repression nicht in Ländern außerhalb Argentiniens untersuchen, sie müssen auf Grund der anerkannten Opfer den eingeschlagenen Weg verfolgen dürfen nur die Fälle in Argentinien aufklären.

Es wird davon ausgegangen, dass der Prozess ungefähr zwei Jahre dauern wird und dabei ca. 450 Zeug*innen vernommen werden.

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