Protest gegen transnationales Bergbauunternehmen Barrick Gold


Wandbild gegen Goldabbau / Hodein, CC BY-NC 2.0, Flickr(Fortaleza, 08. August 2012, adital-poonal).- Einwohner*innen der Stadt Cotuí in der dominikanischen Provinz Sánchez Ramírez protestierten am 8. August gegen das transnationale Bergbauunternehmen Barrick Gold Corporation. Grund dafür sind Schäden, die das in Toronto (Kanada) ansässige Unternehmen in der Umgebung der Provinzhauptstadt Cotuí verursacht haben soll.

Kontaminiertes Trinkwasser

Der Protest richtete sich gegen den Einsatz von Chemikalien durch Barrick Gold. Neben der menschlichen Gesundheit seien landwirtschaftliche Anbauflächen und Flüsse der Region in Mitleidenschaft gezogen worden. Nach Angaben der Anwohner*innen habe das Unternehmen mit den Chemikalien, die beim Bergbau eingesetzt werden, die Trinkwasserquellen kontaminiert. Darüber hinaus hätten Lastwagen des Unternehmens Verkehrsunfälle verursacht.

Barrick Gold ist das weltweit größte transnationale Bergbauunternehmen zur Goldförderung. In seinem Besitz sind 26 Minen, die sich in Argentinien, Peru, Chile, der Dominikanischen Republik, den USA, Tansania und Kanada befinden. Im Mai 2012 fanden erneut weltweite Proteste (vgl. auch poonal Nr. 944) gegen Barrick Gold statt. Die Aktion wurde parallel zur Jahreshauptversammlung des Unternehmens in Kanada durchgeführt.

Umweltschäden durch Zyanid und exzessiven Wasserverbrauch

In einer Mitteilung verurteilten die Organisatoren, dass Bergbauunternehmen angesichts von Energiekrise und Wasserknappheit täglich circa 100 Mio. Liter Wasser verbrauchen. Die Verwendung von Zyanid zum Herauslösen des Edelmetalls aus dem Gestein verunreinige Einzugsgebiete von Flüssen und gefährde somit massiv die Gesundheit der Anwohner*innen.

Die Kontaminierung und der exzessive Wasserverbrauch bei der Goldförderung zerstörten regionale Ökonomien, beklagten die Protestierenden. “Es werden langfristig mehr Arbeitsplätze vernichtet, als für die Dauer des Tagebaus geschaffen werden.”

 

Weiterlesen:

poonal

Die Schäden durch transnationale Konzerne | von Hedelberto López Blanch | poonal 992 | April 2012

CC BY-SA 4.0 Protest gegen transnationales Bergbauunternehmen Barrick Gold von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Verletzung von Umweltrechten bedroht Indigene Foto: Cimac/Anayeli Garcia Martínezvon Anayeli Garcia Martínez(Mexiko-Stadt, 5. Oktober 2016, cimacnoticias).- Margarita Quino Aramayo ist die Mitbegründerin des Nationalen Netzwerkes von Frauen zur Verteidigung der Mutter Erde (Red Nacional de Mujeres en Defensa de la Madre Tierra), einem Projekt, das die “Verletzung von Umweltrechten” sichtbar machen will, wie sie sagt. Gegründet hat die Seniorin dieses Netzwerk gemeinsam mit anderen Frauen, da der Poopó-See, der z...
Ist sauberes Trinkwasser bald Vergangenheit? Von Antje ViethNicht im Bild: Die chemischen Giftstoffe in Wasser und Boden / Foto: REDES(Berlin, 28. Oktober 2016, npl).- Bisher war Uruguay eines der wenigen Länder, in denen man unbekümmert den Hahn aufdrehen und selbst in der Hauptstadt Montevideo Wasser direkt aus der Leitung trinken konnte. Dieses für die meisten Europäer*innen ganz selbstverständliche Privileg, ist in den meisten lateinamerikanischen Ländern undenkbar – und nun auch in Uruguay wohl bald Geschi...
onda-info 393  Hallo und willkommen zum onda-info 393.Unsere heutige Sendung führt uns nach Mittelamerika.In Nicaragua stehen Wahlen an. Mit ziemlicher Sicherheit wird der ehemalige Revolutionsführer Daniel Ortega diese gewinnen. Denn dem Land geht es verglichen mit den Nachbarn Honduras und El Salvador gut. Deshalb sind seine Chancen auf Wiederwahl exzellent. Doch warum drangsaliert Ortega die Opposition, verweigert internationalen Wahlbeobachtern die Einreise und ver...
Schiedsgericht der Weltbank lehnt Klage eines Bergbaukonzerns gegen El Salvador ab kampagne gegen bergbau und gegen gewalt gegen umweltschützer*innen, cc-by-nc-sa-2-0(Berlin, 22. Oktober 2016, onda-poonal).- Mitte Oktober wies ein Schiedsgericht der Weltbank eine Klage des Kanadisch-Australischen Bergbaukonzerns OceanaGold gegen El Salvador zurück und gestand dem mittelamerikanischen Land die Summe von 8 Millionen US-Dollar für entstandene Kosten zu. Damit endete ein sieben Jahre dauernder, vorwiegend hinter verschlossenen Türen geführter Prozess vor d...
Die finstere Seite der Kohle Von Darius OssamiProtestaktion gegen das Kohlekraftwerk Klingenberg in Berlin, Juli 2016. Foto: D. Ossami(Berlin, 13. Oktober 2016, npl).- Protest vor dem Kohlekraftwerk Klingenberg in Berlin. Umweltaktivist*innen demonstrieren auf dutzenden Booten und Flößen in der Rummelsburger Bucht gegen die umweltschädliche Verwendung von Kohle als Brennstoff. Ein Großteil der Kohle, die der Betreiber Vattenfall in dem Kraftwerk zu Energie macht, wird aus Kolumbien importiert. D...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.