Kuba

Parlament bestätigt Raul Castro für weitere fünf Jahre als Staatschef


Raul Castro / Trinidad News,CC BY 2.0, Flickr(Venezuela, 24. Februar 2013, telesur-poonal).- Die kürzlich für ihre VIII. Legislaturperiode gewählte kubanische Nationalversammlung hat Raúl Castro am 23. Februar für vier weitere Jahre als Vorsitzenden des Staatsrates im Amt bestätigt. In den aus 31 Mitgliedern bestehenden Staatsrat wurden 17 neue Mitglieder gewählt.

 

Miguel Díaz-Canel wurde zum ersten Vizpräsidenten des Staats- und des Ministerrates gewählt. Castro kündigte bei seinem Amtsantritt an, dass dies seine letzte Legislaturperiode sei. Er werde die kommenden Jahre nutzen, um eine langsame und geordnete Übergabe an eine jüngere Generation zu gestalten. An der konstituierenden Sitzung nahm auch der Revolutionsführer und ehemalige Staatspräsident, Fidel Castro teil.

Das kubanische Parlament wurde zu 67 Prozent neu besetzt. Fast 49 Prozent der 612 Abgeordneten sind Frauen und rund 37 Prozent sind Schwarze und Mestizen, mehr als 80 Prozent verfügen über einen Universitätsabschluss.

An den Wahlen hatten rund 7,9 Mio. Kubaner*innen, ca. 90 Prozent der Wahlberechtigten, teilgenommen.

CC BY-SA 4.0 Parlament bestätigt Raul Castro für weitere fünf Jahre als Staatschef von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Kuba: Die Hoffnung stirbt zuletzt Von Andreas Knobloch und Darius Ossami Kubaner*innen auf der Fähre von Havanna nach Regla. Foto: D. Ossami Der neue kubanische Staatschef ist 58 Jahre jung und heißt Miguel Díaz-Canel. Er ist der erste Staatschef Kubas, der die Revolution von 1959 nicht mehr miterlebt hat, aber als langjähriger Parteisoldat kennt er die Strukturen in der Kommunistischen Partei Kubas genau. Und Raúl Castro bleibt ja vorsichtshalber noch eine Weile Parteichef; man kann ja nie wissen. ...
Auf seine Art Die Reise geht weiter... Bei den Präsidentschaftwahlen 2018 könnte erstmals kein "Castro"antreten / Foto: Maxence, CC BY 2.0 (Montevideo, 27. November 2017, la diaria-poonal).- In den vierundzwanzig Stunden, die auf den ersten Todestag von Fidel Castro folgten, waren die Kubaner*innen zum Gang an die Urnen aufgerufen, um ihre Kommunalvertreter*innen zu wählen. Damit begann ein Prozess, der im Februar 2018 mit der Wahl der Nationalversammlung abgeschlossen sein und aus dem...
Zwischen Hoffnung und Skepsis Und doch hat sich etwas geändert: Ein neuer Wind weht durchs Land. Die Jugend geht auf staatlich genehmigte Elektroparties und Weltmusikfestivals; Es gibt kleine Cafés; Nachbarn verkaufen Brötchen und Pizza aus ihren Häusern heraus und einige Jugendliche führen auch schon ihre Smartphones spazieren. Linet ist eine 29-jährige Informatikerin und lebt seit sechs Jahren im Zentrum der Hauptstadt Havanna. Wie alle Kubaner war auch sie von der Aufnahme diplomatischer Beziehungen...
onda-info 396 Hallo und willkommen zum onda-info 396! Unsere Sendung selbst beginnen wir mit einem Kampf David gegen Goliath: Brasilianische Chemiearbeiter*innen haben vom transnationalen Multi Shell eine beispiellose Entschädigung erstritten. Und berichten uns, wie Ihnen das gelungen ist. Weiter geht es mit einem Beitrag zum Post-Extraktivismus. Ihr wisst nicht, was das ist? Nun, dann hört euch die Strategien an, mit denen die rohstoffreichen Länder Chile und Ecuador versuchen, ihr Wachs...
Nur noch sechs Monate bis zum Frieden? (Venezuela, 23. September 2015, telesur/poonal).- Bei den Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation FARC am 23. September in Havanna haben beide Seiten eine Einigung über die juristische Aufarbeitung des Konflikts erzielt. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos verkündete, dass in sechs Monaten das endgültige Abkommen über den Frieden in Kolumbien abgeschlossen werden soll: "Ich möchte den Schritt würdigen, den die F...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.