Mexiko Saudi-Arabien

Ohne Kommentar I


Der Orden Aguila Azteca / Foto: Alexeinikolayevichromanov, CC BY SA 4.0, wikipedia(Mexiko-Stadt/Berlin, 25. Januar 2016, poonal-la jornada).- Auf einer Rundreise durch mehrere arabische Staaten Mitte Januar verlieh der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto am 17. Januar dem saudi-arabischen König Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud den Orden Aztekischer Adler. Es handelt sich um die höchste Auszeichnung, die die Regierung Mexikos an Ausländer*innen vergibt. Preiswürdig wird, wer sich „herausragende” Verdienste gegenüber der mexikanischen Nation oder der Menschheit erworben hat. In Ausnahmefällen wird der Orden auch als Gegenleistung für Auszeichnungen mexikanischer Funktionäre vergeben.

 

 

Peña Nieto erhielt seinerseits in Riad die Medaille König Abd al-Aziz. Während des Staatsbesuches unterschrieben beide Seiten elf Abkommen über bilaterale Zusammenarbeit, mehrheitlich im ökonomischen Bereich. Angesichts verbreiteter Kritik an der Ordensverleihung, die zwei Wochen nach den Massenhinrichtungen in Saudi-Arabien stattfand, bekam Peña Nieto Unterstützung von der oppositionellen konservativen Partei der National Aktion (PAN).

PAN-Senator Héctor Larios, Mitglied der Asien-Pazifik-Kommission für Auswärtige Beziehungen: „Ich glaube nicht, dass er [Peña Nieto] in diesem Fall falsch lag. Denn Mexiko hat diese Auszeichnung an Länder wie die USA und andere vergeben, in denen die Todesstrafe gilt.“

(Mit Informationen von la jornada/la jornada)

CC BY-SA 4.0 Ohne Kommentar I von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Behörden im Bundesstaat Sinaloa: „Abwesenheiten“ statt erzwungenes Verschwindenlassen Das bleibt meist von Verschwundenen in Sinaloa. Dieses Bild stammt allerdings aus Chile, von der Haftanstalt Pisagua während der Diktatur. Foto: Wikimedia commons/Claudio Rodriguez (CC BY-SA 3.0) (Mexiko-Stadt, 16. November 2016, la jornada/poonal).- Wie inzwischen in vielen mexikanischen Bundesstaaten haben sich auch im Bundesstaat Sinaloa - vor allem weibliche - Familienangehörige organisiert, um ihre unter gewaltsamen Umständen verschwundenen Verwandten zu suchen. „Las R...
Atenco: Wie der mexikanische Staat versucht, die Aufarbeitung zu behindern von Anayeli García MartínezFoto: Cimac/César Martínez López(Mexiko-Stadt, 19. September 2016, cimacnoticias).- Ohne Sachbericht, wie sonst üblich, wenn ein Fall an das Gericht überstellt wird, übergab die Interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH die Klage der elf Überlebenden der sexualisierten Gewalt in Atenco an den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte (CoIDH). Anders als in anderen Fällen von Menschenrechtsverletzungen, die in internationale...
Nach Trump-Sieg: Mexiko propagiert Gelassenheit Von Gerold SchmidtThe Klan backs Trump. Karikatur: Flickr/Mike Licht (CC BY 2.0)(Mexiko-Stadt, 9. November 2016, npl).- Sprachlosigkeit. Damit ist die erste Reaktion der politischen und wirtschaftlichen Eliten Mexiko auf den Wahlsieg von Donald Trump am besten bezeichnet. Ein beredtes Zeugnis legte nur die Währung, der mexikanische Peso, ab. Mit jedem neuen Bundesstaat, den Trump für sich entschied, stürzte der Peso weiter ab. Zeitweise um mehr als 13 Prozent, danach...
Schon 100 geheime Gräber in Hafenstadt Veracruz gefunden Von Gerd GoertzFotos erinnern an die ermordete Studentin Deyanira Urritia. Foto: Desinformemonos(Mexiko-Stadt, 13. Oktober 2016, npl).- Die schlimmste Nachricht ist vielleicht die, dass nicht einmal zehn Prozent des Geländes untersucht sind. Nach dem Aufdecken weiterer sechs geheimer Gräber durch die Gruppe „Colectivo Solecito“ (Kollektiv Kleine Sonne) am 10. Oktober, sind auf dem Areal Colinas de Santa Fe im Norden der Hafenstadt Veracruz inzwischen 100 Gruben mit K...
Fährtensuche: Funde geheimer Gräber gehen weiter Von Gerold SchmidtEines von Dutzenden geheimen Gräbern in Mexiko. Foto: telesur (Mexiko-Stadt, 22. September 2016, npl).- Im nördlichen Bundesstaat Sinaloa stieß die Gruppe „Las Rastreadoras” (Die Fährtensucherinnen) nach anonymen Hinweisen Mitte September auf sechs Leichen in einem geheimen Grab im Landkreis Ahome. Die Opfer wurden offenbar erschossen. Die Rastreadoras haben zwei Jahre nach ihrer Gründung inzwischen laut Zeitungsberichten fast 300 Mitglieder, darunte...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.