Uruguay

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Radiostudio / Eugenio Prieto, Flickr(Montevideo, 1. November 2011, la diaria/poonal).- Seit den ersten Minuten des 1. November haben drei der vier öffentlichen Radiostationen unbefristet aufgehört, ihr übliches Programm zu senden und geben stattdessen die Sendungen von Babel 97,1 FM wieder. Entschieden hatte das der Leiter der Rundfunkanstalten, Sergio Sacomani, in Absprache mit dem Leitungsgremium der Staatlichen Rundfunkbehörde SODRE (Servicio Oficial de Difusión Radio Eléctrica).

Grund hierfür war die Wiederaufnahme von Spontanstreiks der Radiosektion der Gewerkschaft AFUSODRE (Asociación de Funcionarios del Sodre) am Montag, in diesem Fall waren es vier Streiks pro Schicht. Vor einigen Wochen hatte es eine ähnliche Aktion der Beschäftigten gegeben, mit halbstündigen Streiks pro Schicht. Bereits zuvor hatten sich die Angestellten für gemeinschaftliche Arbeitsniederlegungen ausgesprochen.

Stockende Verhandlungen

Der Konflikt dreht sich um die Forderung der Gewerkschaften nach einer Angleichung Löhne in den Radios. Ricardo Ehrlich, Minister für Bildung und Kultur, hatte selbst öffentlich erklärt, dass diese Forderung von der Regierung als gerechtfertigt angesehen werde. Nach ersten Gesprächen, bei denen auch Delegierte des Nationalen Büros der Behörde für staatliche Dienstleistungen (Oficina Nacional de Servicio Civil) sowie Vertreter*innen des Finanz- und Wirtschaftsministeriums und des Bildungs- und Kulturministeriums anwesend waren, wurden die Proteste eingestellt. Doch angesichts fehlender Fortschritte wurden sie nun wieder aufgenommen.

„Aus Respekt vor den Hörern sowie vor den Journalisten, die durch ihre Arbeit, durch Studiogäste und ihre Kontakte eine große Resonanz in der ganzen Gesellschaft haben, hat sich die Leitung entschlossen, die Übertragung der Programme der vier Radiosender auf Radio Babel FM zusammenzuführen“, ist in der offiziellen Stellungnahme zu lesen, in der hinzugefügt wird, dass dies so bleibe bis “Vereinbarungen getroffen wurden, die für alle Seiten akzeptabel sind und die Situation sich stabilisiert hat.”

[Der Originalartikel erschien am 1. November 2011 in der uruguayischen Tageszeitung „la diaria„]

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