Uruguay

Neues Schutzgebiet für Wale und Delfine


Südkaper beim sogenannten (Venezuela, 04. September 2013, telesur).- Alle Parteien des uruguayischen Parlaments haben am Dienstag, 3. September ein neues Gesetz beschlossen, mit dem in den nationalen Hoheitsgewässern ein Schutzgebiet für Wale und Delfine eingerichtet werden soll. Das Gesetzesprojekt wurde von einer Organisation eingebracht, die sich dem Schutz und der Existenz der Meeressäugetiere verschrieben hat. Die Initiative wurde vor fast einem Jahr von der Organisation zum Schutz der Meeressäugetiere OCC (Organización para la Conservación de Cetáceos) eingebracht; Die Organisation hatte das Projekt zusammen mit einer Gruppe von Schulkindern aus den südöstlichen Provinzen Maldonado und Rocha vorgestellt.

Das Ziel des Gesetzes ist es, „das Vorkommen von Meeressäugetieren in unseren Gewässern sicherzustellen“. Ein solches Schutzgebiet „ist von enormer Bedeutung für die weitere Existenz dieser Spezies, die sich in Gefahr befinden“, heißt es in dem Gesetzestext. Gleichzeitig verbietet das Gesetz jede Art von Tod, Fang, Jagd, Aggression, Belästigung, Besitz, Transport oder irgendeine Form der Veränderung, Lagerung oder Kommerzialisierung jedes dieser Lebewesen, die in den uruguayischen Hoheitsgewässern leben oder sich dort aufhalten. Dieses Verbot gilt sowohl für inländische als auch ausländische Schiffe.

Uruguay als Vorkämpfer beim Walschutz

„Mit einem Schutzgebiet für diese Tiere in der gesamten Wirtschaftszone Uruguays positioniert sich unser Land international als Vorkämpfer für den Schutz dieser Tiere, die so bedroht und verletzlich sind“, so der Gesetzestext weiter. In den vergangenen zehn Jahren hat sich Uruguay zu einem touristischen Gebiet zur Beobachtung des Südkapers oder südlichen Glattwals (Eubalaena australis) entwickelt, der sich zwischen Juli und Oktober an der uruguayischen Atlantikküste aufhält. Nach Angaben des OCC gibt es in uruguayischen Gewässern 26 Arten von Meeressäugern, unter Anderem Glattwale, La-Plata-Delfine, Delfine und Orcas.

In Lateinamerika gibt es bereits Schutzgebiete in Brasilien, Chile, Costa Rica, Mexiko, Panama und der Dominikanischen Republik. Diese Länder bilden zusammen die sogenannte Gruppe von Buenos Aires, die seit 2005 die umweltschutzwilligen Staaten versammelt, die Mitglieder der International Whaling Commission IWC sind. Die Gruppe hat wiederholt angeregt, eine Walschutzzone im Südatlantik einzurichten. Mit diesem Vorschlag hat sie sich aber bei der IWC bislang noch nicht durchsetzen können.

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