Peru

Morddrohungen gegen Radiojournalist


(Berlin, 10. Juli 2008, poonal).- Genaro Alvarado Tuesta vom Radio La Voz de la Selva (Stimme des Urwaldes) aus der Amazonasstadt Iquitos beklagt, dass er mehrfach von Armeemitgliedern Morddrohung erhalten habe. Der Journalist fordert deshalb von den Behörden in Iquitos Maßnahmen zu seinem persönlichen Schutz.

Gegenüber peruanischen Medien berichtet Alvarado Tuesta: „Es geht darum, dass die Soldaten und der Aufpasser, die mich ins Krankenhaus rein gelassen haben, sehr hart bestraft wurden. Sie wurden in den Knast gesteckt. Die haben angekündigt, dass sie mich suchen werden, wenn die Sache aus dem Medien ist, so in zwei Monaten. Wenn mir irgendwas passiert, dann sind sie dafür verantwortlich.”

Nach Angaben des Verbandes der Radiosender CNR (Coordinadora Nacional de Radio) war Alvarado Tuesta am 16. Juni 20 Minuten lang von Angehörigen des peruanischen Militärs im Militärkrankenhaus Santo Rosa in Iquitos festgehalten und misshandelt worden. Der Journalist führte in der Krankenstation ein Interview mit Freddy Huayunga Vela, einem Soldaten, der bei einem Zusammenstoß zwischen dem peruanischem Militär und der kolumbianischen Guerillaorganisation FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) schwer verletzt wurde.

CC BY-SA 4.0 Morddrohungen gegen Radiojournalist von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Indigene Gemeinschaften demonstrieren für den Frieden (La María, 7. September 2016, wradio/servindi).- Im südkolumbianischen Bundesstaat Cauca fand am Mittwoch, 7. September, ein gemeinsames Treffen indigener Vertreter*innen mit Delegierten der Regierung und der FARC statt, die das indigene Reservat La María Piendamó besucht hatten. Zu dem Treffen hatten die indigenen Behörden ihre 123 Cabildos (indigene Gemeinschaften) und sozialen Organisationen aufgerufen. La María Piendamó ist der Ort, wo die indigenen Gemeinschaften bereits...
Historischer Moment ‒ Friedensabkommen für Kolumbien Von Ani Dießelmann(26. August 2016, amerika21).- Die Delegierten der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens Farc (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) haben in der kubanischen Hauptstadt Havanna ein 297 Seiten umfassendes endgültiges Friedensabkommen unterzeichnet. Anwesend waren die Garanten aus Kuba und Norwegen sowie der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla. Damit sind formal die fast vier J...
2016: Zwischen Januar und Juli bereits 25 Journalist*innen ermordet Von Ernesto Carmona, Ciap-Felap*(Santiago, 2. August 2016, agenciadenoticias).- Nach den Statistiken der lateinamerikanischen Journalist*innenvereinigung CIAP-FELAP wurden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 25 Journalist*innen und Pressemitarbeiter*innen getötet: zehn in Mexiko sowie ein weiterer mexikanischer Journalist, der auf US-amerikanischem Boden ermordet wurde. Dazu kamen fünf in Guatemala, vier in Honduras, drei in Brasilien, einer in El Salvador sow...
Lateinamerika: 2015 wurden 122 Umweltschützer*innen ermordet (Lima, 30. Juni 2016, noticias aliadas).- Im Jahr 2015 erreichte die Zahl der weltweit ermordeten Umweltschutzaktivist*innen einen neuen traurigen Höhepunkt. Die Organisation Global Witness spricht von einem Anstieg um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 122 der insgesamt 185 Todesopfer wurden in Lateinamerika ermordet. Brasilien wird von Global Witness als das gefährlichste Land eingeschätzt, hier wurden 50 Umweltaktivist*innen ermordet. Es folgen Kolumbien (26), Peru (12), Ni...
Kolumbien feiert Waffenstillstand Von Eva Haule (Bogotá/Havanna, 26. Juni 2016, amerika21).- Das Abkommen zwischen Farc-Guerilla und der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos über einen bilateralen Waffenstillstand ist in Kolumbien mit großer Freude aufgenommen worden. Zugleich betonten Vertreter*innen sozialer Organisationen und politischer Bewegungen, dass es sich nur um einen ersten Schritt hin zu einem "umfassenden Frieden mit sozialer Gerechtigkeit" handle. Die Revolutionären Streitkräfte Ko...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *