Kolumbien

Mord an Gemeindejournalist Holmes Marín Mera Vargas


Der Radiojournalist Mera Vargas (links) / diarioliberdade.org(Buenos Aires, 29. Dezember 2011, púlsar/poonal).- Der 67-jährige Radiojournalist Holmes Marín Mera Vargas wurde am späten Abend des 26. Dezember 2011 bei einem Überfall von fünf Angreifer*innen mit Steinschlägen, Tritten und Schlägen brutal ermordet. Mera war Journalist und seit 1996 Geschäftsführer der Rundfunkstation „102.7 FM Santander Estéreo“ in der Gemeinde Santander de Quilichao im Bezirk Cauca. Der kommunale Sender widmet sich vor allem der Gemeinde- und Sozialarbeit.

Laut Aussage einer Zeugin hätten drei Männer und zwei Frauen den 67-jährigen unbewaffneten Gemeindejournalisten getötet, der sich gegen ihren Überfall gewehrt habe. Auch hinzueilende Zeugen seien von den Angreifer*innen mit Steinen geschlagen worden, so die Zeugin. Mera erlag nach der Attacke seinen Verletzungen am Kopf und im Gesicht.

Dank der Unterstützung der Gemeinde habe man fünf Verdächtige festgenommen. Dabei handele es sich um drei Männer im Alter zwischen 19 und 20 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 25 und 32 Jahren, berichteten die Behörden.

Mera galt als passionierter Radiomacher und war zudem ein “Radiopionier” in der nördlichen Region Cauca, wo er 1985 das Bürgerradio „La Voz de los Samanes“ gegründet hatte.

CC BY-SA 4.0 Mord an Gemeindejournalist Holmes Marín Mera Vargas von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Sechs indigene Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen getötet Von Ariana Pérez (14. Dezember 2017, amerika 21).- Laut der indigenen Organisation ACIN sind in der Autonomieregion Cerro Tijeras am Wochenende sechs Menschenrechtsaktivist*innen erschossen worden. Die traditionellen Autoritäten informieren über eine dramatische Sicherheitslage und vermehrte Angriffe gegen Mitglieder der indigenen Gemeinschaften. Verschiedene Vermutungen zum Tathergang Am Montag wurde bestätigt, dass sechs Leichen im Gebiet der Nasa-Indigenen im ...
Kein Ende des Konflikts: Nasa-Indigene wehren sich gegen erneute Angriffe Von Darius Ossami, Tarapoto (Panamazonisches Sozialforum) (Tarapoto, 28. April 2017, npl).- Am 19. April ist der indigene Gemeindeführer Gerson Acosta nach einer Versammlung in seiner Gemeinde Kite Kiwe auf offener Straße erschossen worden. Kite Kiwe liegt nahe Popayán im Department Cauca im Südwesten Kolumbiens. Der 35-jährige Acosta war bekannt als Menschenrechtsverteidiger; zudem war er Repräsentant der Opfer aus der Gemeinde Naya, die 2001 nach einem Massaker durch...
Hunderte Organisationen fordern Waffenstillstand Nun haben sich fast 900 zivilgesellschaftliche Organisationen und Menschenrechtsgruppen zu Wort gemeldet, um beide Seiten aufzufordern, zu deeskalieren und einen beidseitigen Waffenstillstand zu beschließen. In ihrem Brief fordern sie von der Regierung und der Guerilla, das Leben der Kolumbianer*innen zu achten. Drastischer Rückgang der Kampfhandlungen Kolumbianischen Untersuchungen zufolge habe der einseitig von den FARC ausgerufene Waffenstillstand die Kriegshandlungen um 8...
Indigene Gemeinschaften demonstrieren für den Frieden (La María, 7. September 2016, wradio-servindi).- Im südkolumbianischen Bundesstaat Cauca fand am Mittwoch, 7. September, ein gemeinsames Treffen indigener Vertreter*innen mit Delegierten der Regierung und der FARC statt, die das indigene Reservat La María Piendamó besucht hatten. Zu dem Treffen hatten die indigenen Behörden ihre 123 Cabildos (indigene Gemeinschaften) und sozialen Organisationen aufgerufen. La María Piendamó ist der Ort, wo die indigenen Gemeinschaften bereits...
Verhandlungserfolg nach 15 Tagen Agrarstreik Von Ani Dießelmann (Cali, 14. Juni 2016, amerika21).- Nach zwei Wochen massiver, landesweiter Proteste in Kolumbien sind aufgrund erster Einigungen zwischen der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und den Organisationen der Protestierenden die Streiks beigelegt worden. Laut Berichten gingen die sozialen Bewegungen gestärkt aus dem Streik hervor und werten die Aktionen als vollen Erfolg. Vor allem Indigene, Afrokolumbianer*innen und Kleinbäuer*innen hatten mit te...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.