Bolivien

Morales will Atomkraft aus Russland


Steht vielleicht bald in Bolivien: Russische Nukleartechnik aus Tschernobyl. Foto: Archiv(Venezuela, 16. Juli 2014, telesur).- Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte bei seinem Besuch in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia Mitte Juli seine Absicht, Boliviens Präsidenten Evo Morales bei dessen Plänen zur Nutzung von Kernenergie zu unterstützen. Dies verkündete Boliviens Wirtschafts- und Finanzminister, Luis Arce, am 16. Juli 2014. „Präsident Putin hat unserem Land ein ganzheitliches Programm auf dem Gebiet der Kernenergie angeboten, welches dem ganzen Volk zugute kommen wird“, so Arce.

Laut dem Minister will Russlands Präsident dem Andenland ein kontinuierliches Training bolivianischer Techniker für verschiedene Stufen des Programms zur Verfügung stellen. „Putin war einer Unterstützung Boliviens auf diese Art und Weise sehr zugetan. Er weiß, dass unser Land bald mit dem Prozess beginnen wird“, so Arce.

Er erklärte außerdem, dass der russische Präsident an einer Zusammenarbeit mit Bolivien bei der Errichtung von Wärme- und Wasserkraftwerken sehr interessiert sei. Diese Kraftwerke würden allen Bolivianer*innen unmittelbar von Nutzen sein.

Sollte der bolivianische Präsident Evo Morales bei den nächsten Wahlen am 12. Oktober 2014 wiedergewählt werden, so wird dieser versuchen, seinen Vorschlag umsetzen, in dem Andenland ein Programm zur friedlichen Nutzung von Kernenergie einzuführen.

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