Honduras

Militär stoppt Proteste gegen Wahlbetrug


Militär Honduras

Foto: Radio Progreso

(El Progreso, 20. Januar 2018, radio progreso).- Am 20. Januar 2018 war der Beginn eines landesweiten Streiks anberaumt worden, der bis zum 27. Januar dauern und mit dem die Ablehnung des Wahlbetruges zum Ausdruck gebracht werden sollte. Der 27. Januar war zudem der Tag, an dem Juan Orlando Hernández auf illegitime Art und Weise den Präsidentenstuhl für weitere vier Jahre einnehmen sollte.

Honduras‘ aktuelle Verfassung verbietet die Wiederwahl des Staatsoberhauptes, aber Präsident Hernández hatte durch Manipulation der Behörden seine Kandidatur für den vergangenen 26. November erzwungen. Seit diesem Zeitpunkt befindet sich die Bevölkerung auf den Straßen, um den Wahlbetrug mit den Parolen “Weg mit JOH” und “JOH ist nicht mein Präsident” anzuprangern.

Für Samstag, 20. Januar 2018, war zu einem landesweiten Streik aufgerufen worden, aber die starke Präsenz von Polizei und Militär verhinderte jegliche Kundgebungen oder Protestaktionen durch die Bevölkerung. Seit den frühen Morgenstunden versuchte diese, in Städten wie Santa Rita, El Progreso, Choloma, Tela, La Lima, Tegucigalpa und Choluteca zu protestieren. Jeder Versuch wurde jedoch von der Militär- und Schutzpolizei unterbunden.

Festnahmen und Tränengas

Mehrere Menschen wurden verhaftet. Unter den Festgenommenen befand sich Juan Carlos Espinoza, Koordinator des Protestbündnisses FNRP (Frente Nacional de Resistencia Popular) in der Gemeinde San Francisco de Yojoa, sowie seine Mitstreiter*innen, die eine Straße in Amapa an der Abzweigung nach San Antonio de Cortes blockiert hatten.

Stunden später ging die Militärpolizei in der Kolonie Torocagua in der Hauptstadt Tegucigalpa gegen eine Gruppe von protestierenden Bürger*innen vor. Das eingesetzte Tränengas beeinträchtige auch Nachbar*innen dieses westlichen Teils der Stadt. In anderen Vierteln der Hauptstadt, wie Villanueva, gingen die Proteste weiter.
In den Departamentos Colón, Yoro und Atlántida waren zahlreiche Militärs an Punkten eingesetzt, an denen vorher Proteste gegen den Wahlbetrug stattgefunden hatten.

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