Mexiko

Mexiko-Stadt: Flughafenbau weder in Atenco noch Texcoco!


Gecancelt! Pena will den Flughafen. Ich ziehe den See vor. Und du?

(Oaxaca, 29. Oktober 2018, La Minuta/ poonal).- In der landesweiten Befragung über den Neuen Internationalen Flughafen Mexiko sprach sich eine Mehrheit für die „Instandsetzung des aktuellen Flughafens von Mexiko-Stadt und dem in Toluca aus sowie einem Neubau von zwei Flugpisten auf dem Luftstützpunkt Santa Lucía“. 310.000 (29 Prozent) wollten an dem Neubau des Flughafens in Texcoco festhalten, während 747.000 (70 Prozent) es vorzogen, eine Machbarkeitsstudie für den Standort Santa Lucía als neuen Flughafen in die Wege zu leiten.

In Zukunft lieber schwimmen als fliegen

Der Kampf um den Flughafen „ist keine technische Entscheidung“, bekräftigt der Wissenschaftler César Enrique Pineda: „Es ist Ausdruck des Widerspruchs zwischen Kapital und Natur; zwischen dem Markt und den Formen gemeinschaftlichen Lebens; zwischen der Macht der Unternehmen und der Macht der Regierung; zwischen den Eliten und der subalternen Klasse“.

In San Salvador de Atenco triumphierte auch das Nein zu Texcoco. Dort haben sich 2.196 Wähler*innen für die Option Santa Lucía entschieden. Die kämpferische Organisation Front der Völker zur Verteidigung der Ländereien in Atenco (Frente de Pueblos en Defensa de la Tierra de Atenco), die sich seit 2001 gegen einen Flughafenbau auf Gemeindeland in Atenco gewehrt hatte, schreibt über twitter: „Heute hat die Bevölkerung entschieden, aber der Kampf geht weiter, für alle Verwundeten und den Schmerz, den der „Flughafen des Todes“ hinterlassen hat. Das Kapitel ist noch nicht geschlossen.“ Das Bündnis Vereinte Völker gegen den Neuen Flughafen (Pueblos Unidos Contra el Nuevo Aeropuerto) schreibt: „Ein Sieg mehr für die Völker, die am Ufer des Sees leben. Sie haben die Macht des Staates und des Geldes dreifach besiegt: Im Jahr 2001 haben sie den Flughafenbau unter Präsident Fox in Atenco aufgehalten, 2010 haben sie ihre politischen Gefangenen befreit und heute begraben sie definitiv das Flughafen-Projekt in Texcoco. Wir kämpfen weiter bis kein Megaprojekt mehr unser Leben angreift.“

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