MEXIKO: Junta der Guten Regierung verurteilt Einfall der mexikanischen Armee


(Fortaleza, 26. Mai 2008, adital).- Die zapatistische Junta der Guten Regierung (Junta de Buen Gobierno) hat in Erklärungen die Provokationen der Regierung Mexikos sowie der Regierung von Chiapas zurückgewiesen. Die Junta verurteilt, dass am 4. Mai mehr als 200 Kräfte von Armee, Generalstaatsanwaltschaft und der Polizei des Bundesstaates Chiapas sowie der Gemeindepolizei von Chiapas in das zapatistische Gebiet La Garrucha unter dem Vorwand eindrangen, man suche illegale Marihuanafelder.

„Diese Aktion zielt darauf ab, die Junta und die zapatistischen Gemeinden einzuschüchtern und ist eine offene Provokation gegen das Zapatistische Befreiungsheer EZLN“, so die Junta. Die EZLN halte sich seit 14 Jahren daran, auf friedlichem Wege ihren Protest und ihre Ablehnung der Unterdrückung zum Ausdruck zu bringen.

Die Junta ruft alle Menschen der Otra Campaña und die Menschen generell dazu auf, tätig zu werden angesichts der Drohung von Armee und Polizei, in 15 Tagen kehrten sie zurück und würden die Ortschaft in einer Offensive einnehmen. „Wir müssen uns mobilisieren, damit die Verfolgungen und die Provokationen gegenüber den zapatistischen Gemeinden nicht weitergehen“, heisst es in der Junta-Erklärung.

Anmerkung der Redaktion: Das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de las Casas mit Sitz in San Cristobal de las Casas hat in den letzten Tagen darauf hingewiesen, dass es auch in anderen zapatistischen Gemeinden immer wieder zu Polizei- und Militäraktionen kommt. So versuchte die Armee am 29. Mai, mit neun Fahrzeugen in die Gemeinden El Carrizal, Chulná und Río Florida einzudringen. Begleitet wurden sie von drei Fahrzeugen der Bundespolizei (Policía Estatal Preventiva) und lokalen Polizeikräften aus Ocosingo. Armee und Polizei wurden am Vordringen gehindert, u.a. durch Frauen der Bauernorganisation Emiliana Zapata OCEZ (Organización Campesina Emiliano Zapata). Auch hier gab die Armee an, man sei auf der Suche nach Marihuanafeldern.

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