Brasilien

Menschenrechtsverletzungen bei Umleitung des Rio São Francisco


Der Rio Sao Francisco / LeRoc, Wikipedia(05. März 2011, amerika21.de).- Die brasilianische Plattform für wirtschaftliche, soziale, kulturelle und Umweltrechte DHESCA (Plataforma Dhesca Brasil) konstatiert in ihrem Bericht über die Folgen des Milliardenprojekts zur Umleitung des Rio São Francisco grundlegende Menschenrechtsverletzungen. Das Papier wurde am vergangenen 22. Februar in Recife vorgestellt.

Laut Angaben des Berichterstatters für das Menschenrecht auf Land, Territorium und Ernährung, Sérgio Sauer, haben die Mitglieder der Kommission auf ihrer Reise in die Region des Rio São Francisco feststellen müssen, dass es den Bewohner*innen an Trinkwasser und schulischer und medizinischer Versorgung mangelt. Des Weiteren wird von den Menschenrechtler*innen kritisiert, dass die Demarkation und Erteilung der Rechtstitel für angestammte Quilombola- und indigene Gemeinden nicht erfolgt sei und viele Landlose noch immer nicht ihren Anspruch auf Land von der Regierung erfüllt bekommen hätten.

Die Kommission hatte die am schärfsten von der Umleitung des Rio São Francisco betroffene Region um Petrolina, Santa Maria da Boa Vista und Cabrobó im Oktober 2010 besucht.

CC BY-SA 4.0 Menschenrechtsverletzungen bei Umleitung des Rio São Francisco von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Fährtensuche: Funde geheimer Gräber gehen weiter Von Gerold Schmidt (Mexiko-Stadt, 22. September 2016, npl).- Im nördlichen Bundesstaat Sinaloa stieß die Gruppe „Las Rastreadoras” (Die Fährtensucherinnen) nach anonymen Hinweisen Mitte September auf sechs Leichen in einem geheimen Grab im Landkreis Ahome. Die Opfer wurden offenbar erschossen. Die Rastreadoras haben zwei Jahre nach ihrer Gründung inzwischen laut Zeitungsberichten fast 300 Mitglieder, darunter auch einige Männer. Fast alle suchen nach direkten Familien...
Urteil in der „Megacausa“ von Córdoba: „Dieser Prozess geht uns alle an!“ Von Ute Löhning (Berlin, 17. September 2016, npl).- Lebenslängliche Haftstrafen für 28 Militärs und Polizisten sind das Ergebnis eines der größten Menschenrechtsprozesse Argentiniens. In der sogenannten „Megacausa“ hatte die argentinische Justiz über Verbrechen in der zentralargentinischen Provinz Córdoba verhandelt. In Zeiten der rechts-konservativen Regierung Mauricio Macris fordern Menschenrechtsorganisationen, Basismedien und Bildungseinrichtungen die Aufklärung ...
Unternehmen zerstören die Lebensgrundlage von Frauen Von Angélica Jocelyn Soto Espinosa und Anayeli García MartínezMexiko-Stadt, 5. September 2016, cimacnoticias).- Gewaltsame Inbesitznahme von Grund und Boden, Aggressionen, Drohungen, unrechtmäßiger Kauf von Gemeindebesitz, Arbeitsplätze mit Hungerlöhnen, Einsatz von Chemikalien, die Wasser und Böden verseuchen, Gesundheitsschäden hervorrufen und das Land unbrauchbar für die Aussaat machen, Aussterben von Heilkräutern und von einheimischen Tierarten ….Das sind ein...
Von Opfern zu Täterinnen Von Lucía Lagunes Huerta(Mexiko-Stadt, 12. Juli 2016, cimac-poonal).- Yakiri Rubí Rubio Aupart und Clara Tapia Herrera kannten sich nicht und hatten keinen Kontakt zueinander, sie waren nicht an den gleichen Orten anzutreffen und ihre Wege hatten sich niemals gekreuzt. Die Lebensgeschichte der beiden ist verschieden, sie sind unterschiedlich alt und sie befinden sich in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Dennoch haben sie eines gemeinsam: Obwohl beide Opfer vo...
Chiles Zivilgesellschaft verteidigt Gesetzesnovelle um die Kriminalisierung von Community-Radios zu verhindern Von Dafne Moncada, El Ciudadano(Santiago de Chile/Berlin, 26. August 2016, medio a medio-poonal).- Chiles Zivilgesellschaft verteidigt Gesetzesnovelle um die Kriminalisierung von Community-Radios zu verhindern. Schluss mit Freiheitsstrafen für nicht genehmigtes Radiomachen – das ist der Kern einer Gesetzesnovelle, die der chilenische Senator Alejandro Navarro bereits im Dezember vergangenen Jahres vorstellte. Dafür soll der berüchtigte Artikel 36 B a) des Allgemeinen...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *