Brasilien

Menschenrechtsverletzungen bei Umleitung des Rio São Francisco


Der Rio Sao Francisco / LeRoc, Wikipedia(05. März 2011, amerika21.de).- Die brasilianische Plattform für wirtschaftliche, soziale, kulturelle und Umweltrechte DHESCA (Plataforma Dhesca Brasil) konstatiert in ihrem Bericht über die Folgen des Milliardenprojekts zur Umleitung des Rio São Francisco grundlegende Menschenrechtsverletzungen. Das Papier wurde am vergangenen 22. Februar in Recife vorgestellt.

Laut Angaben des Berichterstatters für das Menschenrecht auf Land, Territorium und Ernährung, Sérgio Sauer, haben die Mitglieder der Kommission auf ihrer Reise in die Region des Rio São Francisco feststellen müssen, dass es den Bewohner*innen an Trinkwasser und schulischer und medizinischer Versorgung mangelt. Des Weiteren wird von den Menschenrechtler*innen kritisiert, dass die Demarkation und Erteilung der Rechtstitel für angestammte Quilombola- und indigene Gemeinden nicht erfolgt sei und viele Landlose noch immer nicht ihren Anspruch auf Land von der Regierung erfüllt bekommen hätten.

Die Kommission hatte die am schärfsten von der Umleitung des Rio São Francisco betroffene Region um Petrolina, Santa Maria da Boa Vista und Cabrobó im Oktober 2010 besucht.

CC BY-SA 4.0 Menschenrechtsverletzungen bei Umleitung des Rio São Francisco von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Chihuahua: Preisgekrönter Umweltaktivist ermordet Der Goldman-Umweltpreis hat ihn nicht gerettet: Isidro Baldenegro López wurde am 15. Januar erschossen. Foto: educaoaxaca(Berlin, 19. Januar 2016, educaoaxaca/poonal).- Der indigene Aktivist Isidro Baldenegro López ist am Sonntag, 15. Januar in der Gemeinde Coloradas de la Virgen im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua erschossen worden. Der 51jährige Aktivist der Tarahumara-Community organisiert seit Jahrzehnten Proteste gegen den illegalen Holzeinschlag in den Berge...
Migrantinnen aus Lateinamerika für die Rechte von Flüchtlingsfrauen in Deutschland Empowerment für geflüchtete Frauen, Hilfe zur Selbsthilfe, über ihre Rechte informiert werden und lernen diese einzufordern: das macht Women in Exile. Die Organisation wurde 2002 von Flüchtlingsfrauen in Brandenburg gegründet. Seitdem gehen sie regelmäßig in die Lager und Sammelunterkünfte und sprechen mit den dort lebenden Frauen über ihre Lebensbedingungen, aber auch über ihre Geschichten, Gefühle und das, was sie bewegt. Vor allem in den letzten zwei Jahren hat Women in Ex...
„Die derzeitige FSLN ist nicht sandinistisch” – Interview mit María López Vigil Von Paolo MoiolaDie Autorin und Journalistin Maria Vigil / Foto: Noticias Aliadas(Lima, 24. November 2016, noticias aliadas).- Die aus Kuba stammende Theologin, Autorin und Journalistin María López Vigil kam vor 35 Jahren nach Nicaragua. Sie ist Redaktionsleiterin der monatlich erscheinenden Zeitschrift Envío. Das Magazin für Analyse wird seit 1981 von der Universidad Centroamericana (UCA) in Managua herausgebracht. López Vigil hat mehrere theologische Schriften verf...
Karawane der Mütter ist Brücke der Hoffnung: Wiedersehen zweier Schwestern nach 37 Jahren Wiedersehen nach 37 Jahren durch die Karawane der Mütter / Foto: Ivan Sah, avc-noticias bei desinformemonos.org(Mexiko-Stadt, 21. November 2016, desinformemonos).- Aida Amalia wartet in einer Taquería, einem Imbiss, am Busbahnhof in Córdoba. Ihre Tochter Viviana Guadalupe Rodríguez Chang aus Puebla hat die 53-Jährige zu einem Treffen mit dem Koordinator der Mesoamerikanischen Migrantenbewegung (Movimiento Migrante Mesoamericano), Rubén Figueroa, hier her gebracht. Von ih...
Wir wollen leben – Vom Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Mexiko Von Katja FritscheFrauen machen mobil gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Foto: Katja Fritsche(Mexiko-Stadt , 09. Januar 2017, npl).- Am 25. November 2016 wurde weltweit der Internationale Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen begangen. So auch in Mexiko. Alle dreieinhalb Stunden wird dort eine Frau ermordet. 2.000 sind es jedes Jahr – Tendenz steigend. Die Täter sind in der überwiegenden Mehrheit nahe Bekannte oder Familienangehörige. In den allerwenigsten Fäl...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.