Kolumbien

Lokaler Organisator des Friedensmarsches erschossen


(Berlin, 11. April 2013, poonal/movice).- Wie die kolumbianische Nationale Bewegung der Opfer von Staatsverbrechen MOVICE (Movimiento Nacional De Víctimas de Crimenes de Estado) am 11. April mitteilte, ist ein führender Menschenrechtsaktivist erschossen worden. Elver Cordero Oviedo verließ am 9. April morgens um sechs Uhr sein Haus in Valencia, Córdoba, als er von zwei auf einem Motorrad sitzenden Männern erschossen wurde. Elver Cordero wollte gerade zur Demonstration gehen, die dort als Teil des Nationalen Marsches für den Frieden stattfand.

Elver Cordero war Vorsitzender des lokalen runden Tisches der Vertriebenen und Mitglied der Vertriebenenorganisation in der Region; zudem hatte er den Nationalen Marsch für den Frieden mitorganisiert, den er nun nicht mehr erleben sollte. „Sein Tod bedeutet den Verlust einer Führungsperson im Kampf für die Rechte der Opfer von Staatsverbrechen und beweist, dass es keinen garantierten Schutz für die Ausübung dieser wichtigen Arbeit gibt“, schreibt MOVICE.

Minister rückte Aktivist*innen in die Nähe der Guerilla

Die Organisation wies zudem darauf hin, dass es vor dem Mord eine „unglückliche“ Erklärung des Verteidigungsministers Juan Carlos Pinzón gegeben hatte; darin erklärte er, das ein Teil der Teilnehmer*innen der für den 9. April geplanten Großdemonstration „von Geldern der Guerilla, die aus dem Drogenhandel stammen, finanziert“ worden sei. Diese Warnung, so MOVICE, stelle eine große Gefahr für alle Teilnehmer*innen der Demonstrationen vom 9. April dar, wie der Mord an Elver Cordero beweise. Die Erklärung des Verteidigungsministers zeige auch seine Opposition zum Friedensprozess. Diese Haltung sei extrem besorgniserregend für einen hohen Regierungsfunktionär, der an Verhandlungen teilnimmt, die den bewaffneten Konflikt in Kolumbien beenden wollen.

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