Brasilien

Kostenloses drahtloses Internet für die Copacabana


(Rio de Janeiro, 23. Juli 2008, púlsar).- Der Stadtteil Copacabana, direkt am Strand von Rio de Janeiro, hat in Rahmen des Projektes „Rio Orla Digital“ seit gestern fast flächendeckend öffentliches drahtloses Breitband-Internet. Das Projekt entstand aus der Zusammenarbeit von der Regierung des Bundesstaates mit der Ingenieursfakultät der Bundesuniversität von Rio de Janeiro (Coppe-UFRJ). Es ist das größte Internetprojekt unter freiem Himmel in Lateinamerika.

Laut Luis Felipe Morais, Koordinator des Projektes, können alle Bewohner und Besucher des Stadtteils sich für 60 Minuten kostenlos einloggen. Die Begrenzung soll allen Interessierten den Zugang ermöglichen. Über Tausend Nutzer können gleichzeitig surfen. Wer nach einer Stunde ausgeloggt wird, kann sich gleich danach wieder kostenlos anmelden. Es werde lediglich davon abgeraten, Bankgeschäfte und ähnliches über das öffentliche Netz abzuwickeln.

Der nächste Schritt des halbstaatlichen Internetprojektes ist es, den kostenlosen Breitband-Zugang in die Stadtviertel der Baixada Fluminense im Norden und Nordosten der Stadt hin auszuweiten. Diese Stadtviertel sind im Gegensatz zur Copacabana ärmer und die Menschen haben weit weniger Zugang zu Internet-Verbindungen. Laut Regierung sollen bis Ende 2009 alle 92 Bezirke von Rio de Janeiro Zugang zu dem öffentlichen Internet bekommen.

CC BY-SA 4.0 Kostenloses drahtloses Internet für die Copacabana von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Mexikanische Generalbundesstaatsanwaltschaft veröffentlicht ihre Untersuchung zu Ayotzinapa im Internet (Berlin, 15. Oktober 2015, poonal).- Es ist ein Versuch, angesichts breiter nationaler und internationaler Kritik in die Offensive zu gehen. Seit Sonntag, 11. Oktober, können die bisherigen Ermittlungsakten der mexikanischen Generalbundesstaatsanwaltschaft (PGR) im Fall der 43 verschwundenen Studenten von der pädagogischen Landuniversität in Ayotzinapa im Internet eingesehen werden. Umfangreiche Teile, die Namen und andere persönliche Daten enthalten, sind schwarz eingefärbt....
Killer im Internet von Lydia Cacho (Mexiko-Stadt, 22. April 2013, cimac*).- Auf ihren Facebook-Seiten stellen sie sich zur Schau. Carlos vom Wachtposten des Kartells der Tempelritter (Caballeros Templarios) im Bundesstaat Michoacán zeigt voller Stolz sein Foto: bewaffnet, in der Uniform des Kommandos, im Hintergrund das Markenzeichen der Auftragsmörder*innen, denen er seinen Angaben nach angehört.   Seine Kommentare, manche verschlüsselt, andere ganz offen, weisen auf Einsätze hin, bei denen ...
Abstimmung über Grundrechte im Internet erneut verschoben von Fabian Kern (Buenos Aires, 06. Dezember 2012, púlsar-poonal).- Bereits zum siebten Mal hat der brasilianische Kongress am 5. Dezember die Abstimmung über den sogenannten Marco Civil (2.126/2011) verschoben. Der Gesetzesentwurf basiert auf einem Artikel den der Direktor der juristischen Fakultät der Fundação Getúlio Vargas, Ronaldo Lemos, am 22. Mai 2007 veröffentlicht hatte. In Zusammenarbeit mit dem Justizministerium hatte die Stiftung Getúlio Vargas in den darauf folge...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *