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Rechtsextremist Bolsonaro wird neuer Präsident Brasiliens
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(Rio de Janeiro, 29. Oktober 2018, taz/npl).- Fassungslos verfolgt eine Gruppe junger Leute den Wahlausgang in einer Kneipe im Zentrum von Rio de Janeiro. Das Ergebnis ist wie vorhergesagt: 55 Prozent, fast 58 Millionen Brasilianer*innen, haben für den rechtsextremen Ex-Militär Jair Bolsonaro gestimmt. Das bisschen Hoffnung auf eine Trendwende, die in den letzten Tagen eines hektischen, verzweifelten Wahlkampfes plötzlich möglich schien, zerbricht. Viele umarmen sich, Tränen ...
Unterstützt von Pitbulls, Predigern und Fake News greift Bolsonaro nach der Macht
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(Rio de Janeiro, 26. Oktober 2018, taz).- Der Platz vor den Arcos da Lapa (Bögen von Lapa) im Zentrum von Rio de Janeiro quillt über. Nur mit Mühe schlängeln sich die unzähligen ambulanten Händler*innen und Verkäufer*innen durch die Menge. Großzügig werden Aufkleber mit der Zahl 13 – der Kennziffer der Arbeiterpartei PT– und mit dem Slogan #EleNão (#DerNicht) verteilt. Überall rote T-Shirts der PT und das Lila der Aktivist*innen. Die Stimmung ist kämpferisch. Doch bei vielen ...
Bolsonaro, ein Feind der Frauen – Juliana Gonçalves im Interview
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Juliana Gonçalves, Journalistin bei Brasil de Fato und Mitglied der antirassistischen feministischen Bewegung „Marcha das Mulheres Negras de São Paulo“ ist aktiv im Kampf der Frauen gegen den rechtsextremen Jair Bolsonaro, der in der Präsidentschaftswahl die Mehrheit der Stimmen der Brasilianer/innen erzielt hat.  Die Aktivistin war in Deutschland zu Besuch. Wir haben mit ihr über Bolsonaros Familienbild und die Rolle der feministischen Bewegung gesprochen.
„Indios werden sich ans bessere Leben gewöhnen müssen“
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(Rio de Janeiro, 11. November 2018, taz).- Den Indigenen in Brasilien stehen schwere Zeiten bevor. Seit der Wahl des Rechtsextremisten Jair Bolsonaro zum neuen Präsidenten fürchten sie um ihre Rechte und ihr Land. Auch Umwelt- und Klimaschutz insbesondere im Amazonasgebiet sind in Frage gestellt. Der Ex-Militär Bolsonaro ist erklärter Freund der Großgrundbesitzer und des Agrobusiness, die nicht zögern werden, ihre Gier nach neuem Agrarland auch mit Gewalt durchzusetzen. „W...
Abholzung im Amazonasgebiet nimmt wieder zu
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(Berlin, 8. November 2018, poonal).- Nach Jahren des Rückgangs hat die Abholung im brasilianischen Amazonasgebiet in den vergangenen Monaten wieder stark zugenommen. Grund dafür ist vermutlich ein verändertes politisches Klima, das den brasilianischen Großgrundbesitzern zu Gute kommt. Diese wollen weiterhin große Flächen des Regenwaldes abholzen, um es in Weideland für Vieh oder Ackerland für Monokulturen umzuwandeln. Die brasilianische Umweltschutzorganisation Imazon hat ...