Peru

Keiko Fujimori und Kuczynski kommen in die Stichwahl


Keiko Fujimori hat gut lachen: Die neoliberale Tochter des in Haft sitzenden Ex-Diktators Alberto Fujimori hat gute Chancen, die nächste Präsidentin Perus zu werden. Foto: Telesur

Keiko Fujimori hat gut lachen: Die neoliberale Tochter des in Haft sitzenden Ex-Diktators Alberto Fujimori hat gute Chancen, die nächste Präsidentin Perus zu werden. Foto: Telesur

(Caracas, 14. April 2016, telesur).- Die peruanische Wahlbehörde ONPE (Oficina Nacional de Procesos Electorales) hat eine Aktualisierung der Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen des Jahres 2016 herausgegeben. Demnach konnte die Kandidatin der Partei “Populäre Kraft” (Fuerza Popular), Keiko Fujimori, ihren Vorsprung mit 39,82 Prozent der erhaltenen Stimmen ausbauen.

Der am 13. April 2016 veröffentlichte Bericht basiert auf 95,42 Prozent der landesweit erfassten Stimmen, von denen bisher 99,62 Prozent ausgezählt wurden. Die Ergebnisse der kompletten Auszählung wurden für den darauffolgenden Donnerstag erwartet, so der Direktor des ONPE, Mariano Cucho.

Pedro Pablo Kuczynski der Partei “Peruaner für den Wechsel” PPK (Peruanos por el Kambio) ist der Kandidat, der sich in der für den 5. Juni 2016 vorgesehenen Stichwahl mit Keiko Fujimori messen wird. Sein Ergebnis hingegen war mit 20,99 Prozent schlechter als das der vorherigen Auswertung (22,11 Prozent).

Verónika Mendoza der Partei “Breite Front” (Frente Amplio), die vorher 18,27 Prozent der Stimmen erhalten hatte, konnte jetzt 18,84 Prozent für sich verbuchen.

Auf den weiteren Plätzen folgen die Kandidaten Alfredo Barnechea von der Partei Volksallianz (Acción Popular) mit 6,97 Prozent der Stimmen, gefolgt von dem Konkurrenten der Volksallianz (Alianza Popular), Alan Garcia, mit 5,82 Prozent. Im Ergebnis hinter beiden steht der in Haft sitzende Herausforderer der Partei „Direkte Demokratie“ (Democracia Directa), Gregorio Santos, mit 4,03 Prozent der Stimmen.

Die Fakten

Laut der ONPE gingen am vergangenen 10. April 2016 mindestens 22 Millionen Wähler*innen zur Wahl – der Anteil der Nichtwähler*innen lag demnach bei etwa 15 Prozent. Die Wahlvorstände werden sich gegenüber dem ersten Wahlgang nicht ändern. Die Wahl fand für viele Kandidat*innen unter sehr komplizierten Umständen statt. Präsidentschaftskandidat*innen wurden ausgeschlossen, politische Parteien zogen sich zurück und es gab Anschuldigungen wegen fehlerhafter Prozesse während des Präsidentschaftswahlkampfes.


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