Kolumbien

Interview mit Olga Marín, Guerillaführerin der FARC


Von Stephanie Demirdjian

Guerilla am Fluss

Eine FARC-Kämpferin am 1. Februar 2017 in der Provinz Córdoba auf dem Weg zur Demobilisierung: Foto: Desinformémonos/Jesus Colorado

(Montevideo, 15. März 2017, la diaria).- Sie ist 56 Jahre alt und widmete 35 Jahre ihres Lebens dem bewaffneten Kampf als Guerillakämpferin der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens, FARC. Sie ist eher nur durch Zufall dazu gestoßen und es war nicht immer einfach, aber ihrer Erzählung merkt man an, dass sie stolz ist. Von Kolumbien aus, wo sie sich derzeit bis zum Abschluss des Demobilisierungsprozesses aufhält, sprach Olga Marín mit La Diaria in einem Telefon-Interview über ihre Erfahrung im Dschungel, die Herausforderungen der letzten drei Jahrzehnte und die Erwartungen an eine Zukunft ohne Gewehre.

Wann sind Sie zur FARC gekommen und warum?

Ich trat am 20. November 1981 ein, weil ich einen Auftrag bekommen hatte. Ich war bei der Juventud Comunista de Colombia aktiv und ein Parteigenosse fragte mich, ob ich dem Kommandanten Jacobo Arenas bei einer Bürotätigkeit helfen könnte. Ich war damals 20 Jahre alt und er brauchte jemanden, der ihm helfen sollte. Ich kam also dort hin, aber es stellte sich heraus, dass er besser schreiben konnte als ich, und ich blieb dann, um ihm bei einigen Philosophie- und Wirtschaftsschulungen zu helfen. Nach einer Zeit schickte er mich für ein paar Tage zu einer Kampfeinheit, um diese Schulungen dort abzuhalten. Aber als ich ankam, habe ich mich in das Leben als Guerillakämpferin verliebt. Ich war verliebt in diese Fähigkeit und Hingabe bei der Arbeit, in die Menschen, die in diesem Camp lebten, 80 Männer und vier Frauen. Ich entschied mich zu bleiben, um mit den wenigen Kenntnissen die ich hatte etwas beizutragen. Dort erhielt ich meine militärische Grundausbildung und das nötige Wissen, um mich bei einem Angriff der Armee zu verteidigen. Ich tauschte mich außerdem mit den Leuten aus, brachte vielen das Lesen und Schreiben bei, gab diese politischen Schulungen und bin da richtig eingestiegen. Jetzt sind es schon 35 Jahre.

Man könnte sagen, Sie sind quasi durch Zufall reingekommen.

Ja, bzw. eigentlich sollte ich bei einer Büroarbeit helfen. Man sagte mir, dass es wichtig sei, weil er [Arenas] einer der Chefs war und er Hilfe brauchte. Ich sagte „OK, ich kann wenigstens einigermaßen Schreibmaschine schreiben“. Das ist einer der Widersprüche, die sich zeigen: manchmal glauben wir, dass weil die Leute im Urwald sind, sie nichts können und wir aus der Stadt schon. Das war meine erste Bauchlandung. Die Leute dort wissen sehr viel, sie haben ihre Lebenserfahrung. Der Kommandant Jacobo tippte mit zwei Fingern und er tippte viel schneller als ich. Das war super witzig, denn am Ende habe ich ihm diktiert und er schrieb einige Dokumente auf Wachsmatrize, weil die Propaganda damals per Siebdruck erstellt wurde. Er tippte die Thesen der Siebten Guerilla-Konferenz ab und ich half ihm bei einem Großteil dieser Dokumente. Dann kamen die Schulungen, und so kam es dazu, dass ich immer länger geblieben bin, weil es viel zu tun gab und man seinen Beitrag zum Aufbau dieser Volksarmee leisten konnte, die ein klares Ziel hatte; nämlich diese ungerechte Gesellschaft und den Staatsterrorismus, der viele Menschen im ganzen Land umgebracht hat, zu verändern.

Wie war Ihre Erfahrung danach?

Es war einerseits eine sehr schöne Erfahrung, weil ich viele Leute ausbilden, Guerillakämpfern und -kämpferinnen Lesen und Schreiben beibringen, ihnen die politische Situation des Landes und theoretische Grundkenntnisse vermitteln konnte, damit unsere Leute besser verstanden, was wir da taten. Aber andererseits auch sehr traurig, weil sehr viele wunderbare Menschen, die ich kennenlernte, auf unterschiedliche Weise ums Leben gekommen sind. Einige im Kampf, andere durch Verrat. Sie sind lebend in Feindeshand geraten und dann versetzte man ihnen den Gnadenschuss. Es starben sehr junge Männer und Frauen, die losgezogen sind, um zu helfen und um das Land nach vorne zu bringen. Ich habe das Land in unterschiedlichen Facetten kennengelernt: das Kolumbien auf dem Land, verlassen und ausgegrenzt, und das Kolumbien der großen Städte. Ich hatte die Gelegenheit, im internationalen Bereich zu arbeiten und kennenzulernen, wie die Welt in wichtigen Fragen gestrickt ist, die meinem Land nützen können. Nach diesem langen Weg bin ich jetzt überzeugt davon, dass der geführte Friedensprozess notwendig und gerecht ist, weil wir nicht weiter einen ewigen Kampf führen können, in dem weder der Staat dazu in der Lage war, uns zu vernichten, noch wir in der Lage waren, die Macht zu übernehmen, um mit unserem Projekt weiterzukommen. Ich habe viel daraus gelernt, ich glaube ich kann meinen Beitrag leisten und das macht mich froh, auch wenn ich wie gesagt unter dem Tod so vieler Menschen leide.

Wie haben Sie sich gefühlt, als die Friedensabkommen mit der kolumbianischen Regierung, die den aktuellen Entwaffnungsprozess ermöglichten, endlich unterschrieben wurden?

Die FARC haben bereits viermal versucht, einen politischen Ausweg aus dem Konflikt zu suchen. Es sollte ein legaler Ausweg sein, denn wir haben zu den Waffen gegriffen, weil das der einzige Weg war, uns gegen den Staatsterrorismus zur Wehr zu setzen. Dieses Land braucht Veränderung und der Präsident [Juan Manuel] Santos ist vielleicht nicht besser als die anderen, aber ich glaube, dass er eine sehr wichtige Rolle gespielt hat, als er entschieden hat, die aktiven Militärs in den Prozess mit einzubinden. So hat er erfolgreich die realen Bedingungen geschaffen, um aus der Illegalität und dem bewaffneten Kampf in die Legalität ohne Waffen zu kommen. Wir haben die Form des Kampfes gewechselt, aber wir verfolgen weiter unser Ziel. Dieses Friedensabkommen ist wichtig, erstens weil Leben geschützt wird, und damit sind auch die Leben der Gegenseite gemeint. Und dadurch, dass wir Zeit verbringen konnten mit Militärs, die unsere direkten Feinde waren – die Polizei, die unterschiedlichen Streitkräfte des Staates –, konnten wir feststellen, dass sie Menschen wie wir sind. Und sie haben gemerkt, dass wir nicht so sind wie immer behauptet wurde, und das war sehr wichtig dafür, dass dieser Prozess Stück um Stück vorwärts kommt. Es gibt immer noch viele Schwierigkeiten, immer noch sind wir vielen Gefahren ausgesetzt, aber für die Frauen zum Beispiel war dieser Prozess sehr wichtig.

Inwiefern?

Weil wir Frauen eine wichtige Rolle bei den Gesprächen spielen konnten, sowohl die Frauen in der Kommission für den Dialog wie auch wir Frauen, die denen in der Kommission zugearbeitet haben. Auch die kolumbianischen Frauen haben viel beigetragen, indem sie von verschiedenen Organisationen aus gefordert haben, dass in diesen Gesprächen die Frauen berücksichtigt werden müssten. Das war also aus verschiedenen Gründen sehr erfreulich.

Welche persönlichen und politischen Erwartungen haben Sie in Bezug auf diesen neuen Abschnitt, der nach der Demobilisierung beginnt?

Guerillera mit Papagei

Foto: Desinformémonos

Nach so vielen Jahren auf dem Land und nach dieser Arbeit, die ich als Mitglied der Einheit zur Überwachung und Einhaltung des Waffenstillstandes mache, möchte ich wieder mit den Gemeinden arbeiten. Die FARC haben verschiedene Projekte, um mit den Leuten zusammenzuarbeiten, mit denen wir so viele Jahre zusammen gelebt haben: Projekte für Produktion, Soziales und Bildung. Das wäre ein Feld, auf dem ich mich weiter entwickeln will. Ich kann mir vorstellen, nochmal mit den Gemeinden zu arbeiten, aber ohne den Druck der Verfolgung durch den kolumbianischen Staat. Sondern schon unter legalen Bedingungen.

Gibt es Unterschiede zwischen Kämpfern und Kämpferinnen? In Bezug auf Zugang zu Führungspositionen, die täglichen Aufgaben, der Umgang im Alltag…

Wir sind eine Organisation aus Kolumbianern und Kolumbianerinnen, Menschen, die in einer Macho-Gesellschaft aufgewachsen sind. Das bringen wir natürlich bis in unsere Reihen mit hinein. Aber die FARC hatten bereits eine vermehrte Beteiligung der Frauen und mehr Gleichbehandlung. Das war die Grundlage für unsere spätere Entwicklung hin dazu, den Frauen die Möglichkeit einzuräumen, an den verschiedenen Aktivitäten des Guerilla-Alltags teilzunehmen. Man kann einen kurzen historischen Abriss machen: Vorher, als der Kampf begann, waren wir Frauen da, weil wir die Hälfte der Menschheit sind, die Hälfte des kolumbianischen Volkes, und bei allen sozialen Problemen sind immer Männer und Frauen beteiligt. Aber die Frauen waren eher die Begleiterinnen. Nach den Siebzigern wurden Frauen im Krieg anerkannt, sie durften dadurch an allen Aktivitäten teilnehmen. Wir hatten bereits Waffen, wir schoben Wache, wir übten die gleichen militärischen Tätigkeiten aus wie die Männer. Aber es kam vor, dass Frauen eintraten, die daraufhin schwanger wurden, und weil die Tradition sagt, dass Frauen sich um die Kinder kümmern, mussten sie zur Geburt und Erziehung der Kinder austreten. Also traten sie ständig ein und aus und es kam bis dahin nie dazu, dass sich Frauen längerfristig verdient machten. Ab den Achtzigern hat die Organisation die Notwendigkeit zur Planung eingeführt, also gab es weniger Schwangerschaften und die Frauen bleiben. Seitdem fingen wir an uns weiterzuentwickeln, indem wir den gesamten Prozess durchliefen. Die Männer waren uns einiges voraus. Seit dem Jahr 2000 – es gab bereits viel mehr Frauen – fingen wir Frauen an, uns überall zu beteiligen: im Kampf, in den Kommissionen für Kriegsführung, bei der Arbeit mit Sprengstoff, in den Propaganda-Gruppen, einige in den mittleren und obersten Führungspositionen der Kampfgruppen, etc.

Seit den Friedensgesprächen glaube ich, dass die Arbeit der Frauen noch mehr Verbreitung findet. In einem Plenum 2013 kam es zu einer überaus guten Debatte, mit Beiträgen von Frauen als auch Männern, um mal eine viel eindeutigere Theorie über Frauen schriftlich festzuhalten. Seitdem bezeichnet sich die Organisation z. B. als antipatriarchal, es wird darüber gesprochen, was das Patriarchat ist, es wird über Feminismus gesprochen, die Kämpfe der Feministinnen und Beiträge der gesamten weltweiten feministischen Bewegung, die es im Laufe der Geschichte gegeben hat, werden anerkannt. Im gleichen Sinne führt sie die gendergerechte Sprache ein, man beginnt über die Notwendigkeit zu reden, Frauen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, Führungspositionen einzunehmen. Auf der Zehnten Konferenz wurde dann eine sehr viele weitergehende Umsetzung, mit Punkten größeren Kalibers beschlossen. Zum Beispiel sieht man es als notwendig an, in kurzer Zeit Fraueneinheiten zu schaffen, die nicht nur für Frauenarbeit, sondern für die politische, soziale und wirtschaftliche Arbeit der Organisation da sein sollen. Und gerade hat es ein Plenum gegeben, wo viel mehr Frauen in den Zentralen Generalstab kamen, und es wurde ein Gender-Workshop abgehalten, durch den die Bedeutung der Arbeit mit Frauen sowie die der Ausweitung ihrer politischen Beteiligung in den Führungsebenen der Organisation gezeigt werden konnte. Wir können sagen, dass wir zufrieden sein können, weil wir immense Fortschritte gemacht haben; und man muss auch den großen Beitrag einiger Männer anerkennen, u. a. einige der Führungsebene, mit denen wir zusammenarbeiten konnten, damit dieser starke Wandel, den es gab, in der gewünschten massiven Beteiligung von Frauen in der politischen Arbeit unserer Organisation mündet.

Sie haben gerade gesagt, dass die Guerilla seit den 80ern damit angefangen hat „zu planen“. Meinten Sie damit eine Geburtenkontrolle? Abtreibungen?

Ja klar. Zu Beginn stand die Geburtenkontrolle fest, aber das mit den Abtreibungen eher weniger. Erst später waren Organisation und die Frauen der Ansicht, dass Abtreibung eine Entscheidung der Frauen ist, eine persönliche Entscheidung, mit der sie über ihren Körper entscheiden. Viele Frauen haben abgetrieben, aber andere haben sich entschieden, ihre Kinder zu bekommen. Ich zum Beispiel habe eine Tochter. Andere wollten nicht Mutter werden und entschieden sich für Abtreibung oder Verhütung, um nicht schwanger zu werden. Jetzt, wo der Krieg vorbei ist, sind die Bedingungen anders, und Paare haben sich dazu entschlossen, Familien zu gründen. Der Geburtenanstieg ist groß, es gibt mehr als 100 schwangere Frauen, einige haben ihr Kind bereits bekommen. Andere Frauen, deren Kinder woanders aufwuchsen, haben sie zu sich geholt, denn jetzt ist das möglich.

War die Kinderlosigkeit damals Pflicht?

Es gab ein Verbot, Ja. Das heißt jede Frau, die sich uns anschloss, wusste, dass sie als Kämpferin nicht Mutter werden durfte. Erstens, weil man keine Kinder mitbringen und sie irgendwo unbeaufsichtigt spielen lassen durfte. Zweitens, weil der Feind stets unsere Familien benutzt hat, um uns zu bekämpfen. Es gibt unzählige solcher Fälle. Aber vor allem, wie hätten wir uns um sie kümmern sollen? Wo hätten wir sie hinbringen sollen? Was für eine Zukunft hätten wir ihnen geben können, solange wir uns im Kampf befanden?

Wie viele Frauen sind heute bei den FARC?

Wir sind mehr oder weniger 40 Prozent der Streitkräfte. Der massive Anstieg begann in den 80ern, aber den stärksten Anstieg gab es ab 2000, wo bereits sehr viele Frauen unter uns waren. Wenn eine Frau mit den neuen Frauen spricht, merkt sie, dass die neuen Generationen eintreten, um dem Elend, der Armut und der strukturellen Gewalt zu entkommen. Sie fliehen vor geschlechtsspezifischer Gewalt, Misshandlung, Vergewaltigung, körperlicher Gewalt und auch, weil sie nicht werden wollen wie ihre Mütter. Nicht, weil sie sie nicht lieben würden, sondern weil sie ihre Geschlechterrollen und ihr Leid nicht an sich reproduzieren wollen. Sie sehen dann in der Guerilla eine Möglichkeit, zu politischen Subjekten zu werden und sich anders zu entwickeln. Andere sind eingetreten, weil ihre Familien von den Paramilitärs ermordet wurden und sie auf sich gestellt waren. Die Jugendlichen wollen dem Elend entfliehen. Die kolumbianischen Landgebiete sind verlassen und sehr rückständig, es gibt kaum Infrastruktur, keine gute Ausbildung, keine Gesundheitsversorgung, keine Möglichkeiten außer Landarbeiter zu werden, wenn man ein Mann ist, und Köchin, wenn man eine Frau ist. Die Guerilla war da eine Option, von der man sich mehr versprochen hat, und deshalb sind sie massenhaft eingetreten.

Sie sprachen davon, dass viele vor geschlechtsspezifischer Gewalt und Vergewaltigungen flohen, und ich dachte an einige Fälle sexuellen Missbrauchs, die bei anderen Guerillas bekannt geworden sind. Was ist bei den FARC passiert?

Unsere Vorschriften sind da sehr klar: Die sexuelle Vergewaltigung von Männern oder Frauen ist ein Verbrechen. Zu Beginn hieß dies „Vergewaltigung von Frauen“, später wurde das abgeändert in „Vergewaltigung“. Die Vorschriften der FARC schützen nicht nur die Frauen, sondern die Struktur. Kein Mann und keine Frau dürfen physische oder psychologische Gewalt gegen andere ausüben, weder Führungskräfte gegen Truppen, noch Truppen gegen Führungskräfte, noch unter Gleichgestellten. Schlägereien und Misshandlungen werden von unseren Regeln bestraft. Das heißt nicht, dass es keine Fälle gegeben hat. Aber wenn es sie gab, wurden die Vorschriften angewendet.

Wie sehen Sie Kolumbien heute?

Ich glaube, dass die kolumbianische Gesellschaft sich gewandelt hat und mir scheint, dass die Frauen viele Fortschritte gemacht haben. Derzeit gibt es viele Anführerinnen der Gewerkschaften und Indigenen, wichtige Führerinnen in den Menschenrechtsorganisationen. Die Frauen in den Städten haben die Notwendigkeit eingesehen, sich auszubilden. Daher sind viele Frauen an der Universität und suchen nach besseren Lebensbedingungen als Personen und als Arbeiterinnen, und das scheint mir als etwas Wichtiges. Wir befinden uns jetzt in diesem Prozess und ich glaube, dass wenn wir es schaffen, den Staat zur Einhaltung seiner Versprechen zu bringen, es mit Kolumbien vorwärts geht. Wir hoffen, dass sich die soziale Situation der Bevölkerung bessert und es politische Bedingungen gibt, die ermöglichen, dass das Land sich mit starken linken Parteien weiterentwickelt, die nicht durch Paramilitärs oder staatliche Sicherheitsorgane ermordet werden. Es ist wichtig, mit viel Kraft und Optimismus zu arbeiten, um dazu beizutragen, dass Kolumbien aus diesem Scheideweg herauskommt, an dem sich das Land schon so lange befunden hat.

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