Lateinamerika

Interpol-Aktion gegen illegalen Holzhandel: 200 Personen verhaftet


Holzeinschlag /Foto: Hoyer(Lima, 23. Februar 2013, noticias aliadas-poonal).- Bei einer internationalen, von Interpol und lokalen Behördern durchgeführten Aktion gegen den illegalen Holzhandel wurden in zwölf Staaten Lateinamerikas und der Karibik wurden rund 200 Personen verhaftet. Bei der Operation wurden außerdem 50.000 Kubikmeter Holz im Wert von ca. 8 Mio. US-Dollar beschlagnahmt.

 

In Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Guatemala, Honduras, Paraguay, Peru, der Dominikanischen Republik und Venezuela kontrollierten die Behördern Fahrzeuge, Geschäfte und observierten Häfen, Transportzentren und verdächtige Personen.

Interpol schätzt, dass jährlich zwischen 30 und 100 Mrd. US-Dollar mit illegalem Holzeinschlag erwirtschaftet werden. In einer vergangenen Herbst gemeinsam mit der UN-Umweltbehörde UNEP veröffentlichten Studie warnt Interpol zudem vor den Auswirkungen einer nur schwer zu kontrollierenden, transnational operierenden Holzmafia mit den internationalen Programmen REDD und REDDplus.

Diese Programme müssten striktesten Regeln und Kontrollen unterworfen sein, denn „mit Investitionen in Höhe von mehreren Mrd. US-Dollar in REDD+ und einem Kohlendioxid-Markt, der mitten in der Entwicklung steht um Investitionen in die Reduzierung von Emissionen zu erreichen, stellen die Mafias und illegalen internationalen Netzwerke aufgrund von Korruption und Betrug ein enormes Risiko für die Emissionsreduzierung und das Abschwächen des Klimawandels dar.“ Die Entwicklungsziele und die Armutsreduzierung in vielen Ländern würden dadurch gefährdet, so Interpol.

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