Lateinamerika

Indigener Literaturpreis ins Leben gerufen


Büchertisch /agencia prensa rural /CC BY-NC-ND 2.0, flickr(Lima, 30. November 2012, servindi).- Verschiedene kulturelle Einrichtungen der mexikanischen Stadt Guadalajara haben einen Literaturpreis für Werke indigener Künstler*innen ausgerufen. Der Preis soll das Schaffen indigener Autor*innen in ihren jeweiligen Muttersprachen würdigen und zur Wahrung des kulturellen Erbes beitragen.

 

Die spirituelle Vielfalt und Reichhaltigkeit der vielen indigenen Gemeinschaften sollen durch die Verbreitung ihrer Literatur einem größeren Publikum näher gebracht werden. Becerra Santiago, Direktor des Centro Universitario del Norte der Universität von Guadalajara, gab die Entscheidung am 27. November auf einer Pressekonferenz bekannt, die im Rahmen der internationalen Buchmesse von Guadalajara FIL (Feria Internacional del Libro) stattfand.

25.000 US-Dollar Preisgeld

Der/die PreisträgerIn erhalte als Auszeichnung eine Summe von 25.000 US-Dollar. Das Werk werde zudem in spanischer Sprache und in der indigenen Sprache der Autorin oder des Autors veröffentlicht. Die Frist für das Einreichen von Vorschlägen endet am 27. September 2013.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass es sich bei den Autor*innen um Indigene des iberoamerikanischen Raums handelt, deren Bücher in einer indigenen Sprache verfasst wurden und die an einer Verbreitung ihres Werkes interessiert sind. Die erste Auszeichnung werde im Jahr 2013 vergeben, so Santiago. Sie solle an eine/n AutorIn mit bedeutendem künstlerischem Lebenswerk gehen.

Die Jury wird aus drei herausragenden Persönlichkeiten des literarischen Schaffens in indigenen Sprachen bestehen.

CC BY-SA 4.0 Indigener Literaturpreis ins Leben gerufen von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Agrarstreik geht trotz Repression weiter (Caracas, 8. Juni 2016, telesur).- Die Serie von Streiks, Straßenblockaden und Protestaktionen in Kolumbien geht ungeachtet der verschärften Repression der Regierung weiter. Am 30. Mai hatte die Minga Agraria, ein breites Bündnis aus Bauernverbänden, Gewerkschaften, Indigenen und Afro-Kolumbianer*innen mit dem unbefristeten Streik begonnen. Seitdem hat das Vorgehen der Aufstandsbekämpfungseinheit der Polizei, ESMAD, drei tote Indigene, mindestens 149 Verletzte und viel...
Die Familie zum Tod von Berta Cáceres Von CopinhDokumentation (La Esperanza, 5. März 2016, copinh).- Am Totenbett unserer Bertha – unserer Mutter, unserer Tochter, unserem Leitbild.Wir – ihre Töchter Olivia, Bertha und Laura, ihr Sohn Salvador, ihre Mutter Austra Bertha, begleitet von unseren Familienangehörigen, Freundinnen und Freunden – möchten der Öffentlichkeit mitteilen, wie wir uns in diesem Moment tiefster Betroffenheit fühlen.Unsere Bertha ist für uns die größte Inspiration. Deshalb ist ...
Indigene leiden unter Ölpest (Mexiko-Stadt, 14. Februar 2016, desinformémonos).- Wieder hat es in Peru eine Ölpest gegeben. Am 25. Januar liefen rund 2.000 Barrel Erdöl in den Fluss Marañón im peruanischen Amazonasgebiet, von dem tausende Indigene abhängig sind. Das Erdöl wird vom Staatsbetrieb Petroperú gefördert, der sich nach Angaben der Indigenen nicht an die Vorschriften halte. “Etwa 80 indigene Gemeinden und Dörfer der Amazonasregion sind von dem ausgelaufenen Rohöl besonders betroffen”, erklärte d...
Anerkennung für den Kampf gegen Machismo von Anayeli García Martínez (Mexiko-Stadt, 19. November 2015, cimac).- Schon seit mehr als sechs Jahren unterstützt Guadalupe García Álvarez Frauen die Opfer von familiärer Gewalt geworden sind. Man müsse noch viel mehr über die sexuellen und reproduktiven Rechte der Frauen sprechen sagt die Indigene aus dem Volk der Mazahua in Mexiko, denn dieses Thema sei „noch keine gelöste Aufgabe“. Guadalupe stammt aus der Gemeinde San Felipe del Progreso, die drei Stunden von der Haupt...
Indigene in Guatemala für Gründung eines Plurinationalen Staates von Barbara Klitzke Rozas (03. Dezember 2015, amerika21.de).- Die indigenen Völker Guatemalas haben ein politisches Manifest für die Gründung eines Plurinationalen Staates verfasst. In verschiedenen regionalen und nationalen Treffen kamen die Völker Maya, Garifuna, Xinka, aber auch Mestiz*innen überein, ihre Forderungen und Vorschläge darin zusammenzufassen. Werte und Prinzipien indigener Kosmovision sollen einfließen Unter dem Titel “Politische Forderungen und Vorschläge...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *